High-End-Diamantscheibe BLACK TIGER, 115 mm, 1,3 mm, Ornamentsegment, verstärkter Flansch
Die BLACK TIGER ist für den Fall gebaut, in dem andere Scheiben aufgeben: ultrahartes Feinsteinzeug. Genau dort, wo eine normale Fliesenscheibe verglast und nur noch raucht, liefert sie weiter brauchbare Schnittergebnisse. Das Ornamentsegment und der verstärkte Flansch sorgen dabei für einen auffallend vibrationsarmen Lauf – und ein ruhig laufendes Blatt ist die Voraussetzung für eine saubere Kante.
Ø 115 mm Durchmesser | 1,3 mm Segmentdicke | Ornament Segmentform | verstärkt Flansch |
Wofür sie gemacht ist
Der Einsatzbereich ist bewusst eng gefasst: ultrahartes Feinsteinzeug und harte Keramik. Bei diesen Materialien scheitern viele Universalscheiben nicht daran, dass die Diamanten aufgebraucht sind, sondern daran, dass die Bindung zuschmiert.
Für die harten Fälle Vollgesintertes Feinsteinzeug, harte Keramik, dichte Bodenplatten – Materialien, die Standardscheiben verglasen lassen. | Ornamentsegment Die geformten Aussparungen kühlen und entstauben, ohne die geschlossene Randqualität aufzugeben. |
Verstärkter Flansch Ein stabilerer Kern hält die Scheibe in der Spur. Weniger Vibration heißt weniger Kantenausbruch. | 1,3 mm dünn Wenig Materialabtrag, geringer Kraftbedarf und eine schmale Schnittfuge. |
Die wichtigste Regel: hartes Material braucht eine weiche Bindung
Das ist die Regel, an der die meisten Fehlkäufe hängen – und sie klingt zunächst verkehrt. In einer Diamantscheibe sitzen die Diamanten in einer Metallbindung. Damit die Scheibe schneidet, muss diese Bindung im gleichen Tempo abgetragen werden, in dem die Diamanten stumpf werden – nur so kommen ständig frische Diamantspitzen an die Oberfläche.
Hartes Material → weiche Bindung Feinsteinzeug und Granit nutzen Diamanten schnell ab. Die Bindung muss nachgeben, damit neue Diamanten frei werden. Eine harte Bindung verglast hier und schneidet nicht mehr. | Weiches, abrasives Material → harte Bindung Beton, Estrich und Sandstein schleifen die Bindung von selbst weg. Hier hält nur eine harte Bindung die Diamanten lange genug fest. |
Falsche Kombination, Fall 1 Harte Bindung auf hartem Material: Die Scheibe wird spiegelblank, raucht und schneidet kaum noch – sie ist „verglast“, nicht verbraucht. | Falsche Kombination, Fall 2 Weiche Bindung auf Beton: Die Scheibe schneidet zunächst hervorragend und ist nach wenigen Metern verschlissen. |
Segmentformen im Vergleich
Vollrand (geschlossen) Der sauberste Schnitt und die geringste Kantenausbrüche – aber die schlechteste Kühlung. Braucht Kühlpausen oder Wasser. | Turbo Gewellter oder profilierter Rand. Deutlich schneller und kühler als Vollrand, im Schnittbild etwas rauer. |
Ornamentsegment Geformte Aussparungen im weitgehend geschlossenen Rand: kühlt und entstaubt, ohne die Kantenqualität eines Vollrands aufzugeben. | Segmentiert Offene Segmente mit Kühlschlitzen – das schnellste und kühlste, aber auch gröbste Profil. Für Beton, Estrich und Stein. |
Anwendung: Kühlpausen sind hier Pflicht
Für die BLACK TIGER gilt eine klare Vorgabe: Halten Sie bei der Anwendung alle 20 Sekunden eine Kühlpause von mindestens 10 Sekunden ein. Das ist keine Empfehlung für Vorsichtige, sondern der Grund, warum die Scheibe bei diesen harten Materialien lange hält:
| 1 | Von der Glasurseite anschneiden Die Glasur bricht an der Austrittsseite aus. Wenn die Sichtseite oben liegt, arbeitet die Scheibe von der Glasur in den Scherben – das gibt die saubere Kante. |
| 2 | Anschnitt flach ansetzen Nicht senkrecht einstechen, sondern die Scheibe flach einlaufen lassen und dann aufrichten. |
| 3 | Gleichmäßig führen, nicht drücken Der Vorschub macht den Schnitt, nicht der Druck. Wer drückt, verglast die Scheibe und überhitzt den Kern. |
| 4 | Am Schnittende Tempo herausnehmen Die letzten Zentimeter sind die kritischen: Dort bricht die Kante aus, wenn der Vorschub zu hoch bleibt. |
Trockenschnitt heißt Kühlpausen
Wenn die Scheibe nicht mehr schneidet, ist sie oft nicht verbraucht
Eine Diamantscheibe, die plötzlich kaum noch vorankommt, ist meistens verglast und nicht verschlissen: Die Bindung ist über den Diamanten zugeschmiert. Das passiert besonders in hartem, dichtem Material.
- Erkennbar an einer spiegelblanken, glatten Schnittkante der Scheibe.
- Die Scheibe raucht und wird heiß, obwohl Sie nicht drücken.
- Sie müssen drücken, statt die Scheibe arbeiten zu lassen.
- Abhilfe: einige Schnitte in ein abrasives Material – Schärfstein, Porenbeton oder Sandstein. Danach schneidet die Scheibe in der Regel wieder wie neu.
115 oder 125 mm?
Beide Größen passen auf die üblichen Winkelschleifer. Der Unterschied ist die Schnitttiefe und das Handling:
Ø 115 mm Leichter und handlicher, etwas weniger Schnitttiefe. Gut auf kleinen Maschinen und bei Überkopfarbeit. | Ø 125 mm Rund 5 mm mehr Schnitttiefe – das entscheidet bei dicken Bodenplatten und Terrassenplatten. |
Diese Ausführung Ø 115 mm | Wichtig Die Maschine muss für den Scheibendurchmesser zugelassen sein – Schutzhaube und Drehzahl beachten. |
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Technische Daten
| Produktart | Diamanttrennscheibe (High-End) |
|---|---|
| Durchmesser | Ø 115 mm |
| Segmentdicke | 1,3 mm |
| Segmentform | Ornamentsegment |
| Flansch | verstärkt |
| Einsatzbereich | ultrahartes Feinsteinzeug, Keramik, harte Fliesen |
| Eigenschaft | vibrationsreduzierter Schnitt |
| Verpackungs-Einheit | 1 Stück |
| Hersteller-Referenz | 771115 |
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