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Die Ecke ist der übliche Ort, weil dort ohnehin niemand steht. Eine Eckablage nutzt eine Fläche, die sonst leer bliebe, und ragt dabei weniger weit in den Raum, als ihre Kantenlänge vermuten lässt: Bei einer gleichschenkligen Ablage mit 220 mm Schenkellänge sind es rechnerisch etwa 156 mm bis zur Vorderkante. An einer geraden Wand ist das anders – dort steht die Ablage frei und wird nach Breite und Tiefe gewählt, nicht nach Schenkellänge.
47 Ablagen im Zweig | drei Bauarten | Edelstahl durchgehend |
Sichtbar Eine Edelstahlablage bleibt als Teil erkennbar. Sie passt zu Armatur und Ablaufrost und lässt sich in Weiß, Schwarz oder blank auf das Bad abstimmen. | Befliest Die Ablage bekommt ein Stück Ihres eigenen Belags aufgeklebt und verschwindet optisch in der Wand. Sichtbar bleibt nur eine schmale Kante. |
Was das entscheidet Nicht der Geschmack allein: Befliest wird beim Fliesen, sichtbar geht auch danach. | Was gleich bleibt Der Werkstoff. Alle Ablagen dieses Zweigs sind aus Edelstahl – V2A oder V4A. |
Die Zahl, die auf der Ablage steht, ist nicht die Zahl, die im Raum ankommt. Eine gleichschenklige Eckablage sitzt mit zwei Schenkeln an den Wänden; was in die Dusche ragt, ist die Strecke von der Ecke bis zur Vorderkante. Die ist rechnerisch rund 71 Prozent der Schenkellänge – bei 220 mm Schenkeln also etwa 156 mm. Das ist der Grund, warum eine Ablage, die auf dem Papier groß wirkt, in der Kabine oft unauffällig bleibt.
| 170 mm Schenkel | rechnerisch etwa 120 mm Tiefe in der Ecke |
|---|---|
| 195 mm Schenkel | rechnerisch etwa 138 mm |
| 220 mm Schenkel | rechnerisch etwa 156 mm – das verbreitetste Maß |
| 245 mm Schenkel | rechnerisch etwa 173 mm |
| 270 mm Schenkel | rechnerisch etwa 191 mm |
| 280 mm Schenkel | rechnerisch etwa 198 mm – die größte Ausführung |
Bei ungleichen Schenkeln gilt die Rechnung nicht: Dort bestimmt der kürzere Schenkel, wie weit die Ablage von der einen Wand wegkommt. Solche Ausführungen sind gedacht, wenn eine Wand mehr Platz hergibt als die andere – etwa neben einer Tür oder einem Fenster.
Die Ecke ist der Regelfall, aber nicht immer die richtige Wahl. In einer Walk-in-Dusche ohne echte Ecke bleibt nur die Wandfläche. In einer schmalen Kabine steht eine Eckablage schnell im Weg, während eine flache Wandablage von 115 mm Tiefe kaum auffällt. Und wo mehrere Personen dieselbe Dusche benutzen, ordnet ein waagerechtes Band von 600 mm Breite die Ausstattung besser als zwei kleine Dreiecke. Der Preis dafür ist die Statik der Sache: Eine Wandablage hat nur eine Auflagelinie, eine Eckablage zwei – deshalb ist sie in der Tiefe begrenzt, wo die Eckablage großzügiger sein darf.
Beide sind Edelstahl, und beide rosten im Bad nicht. Der Unterschied liegt in der Beständigkeit gegenüber Chloriden: V4A enthält Molybdän und hält Salze und Chlor besser aus. Im heimischen Bad genügt V2A – die Sorte 1.4301 ist dort seit Jahrzehnten der Standard. Wo Chlorwasser oder salzhaltige Luft ins Spiel kommt, also im Schwimmbad, im Wellnessbereich oder in Küstennähe, ist V4A die ruhigere Wahl. Bei den pulverbeschichteten Ausführungen liegt V2A unter der Beschichtung, weil die Farbe die eigentliche Oberfläche bildet.
Blanker Edelstahl Zeigt Kalk und Fingerspuren, lässt sich aber unbegrenzt oft wischen und altert nicht. | Pulverbeschichtet Ruhiger im Bild, farblich abstimmbar – empfindlich gegen harte Bürsten und scharfe Reiniger. |
Befliest Keine Metalloberfläche im Blick. Sichtbar bleibt eine schmale Kante, gereinigt wird wie die Wand daneben. | In allen Fällen Neutraler Haushaltsreiniger. Alles, was Fliesen angreift, greift auch die Ablage an. |
Wo Wasser abtrocknet, bleibt Kalk – auf der Ablage genauso wie auf der Fliese. Sichtbar wird er über den Kontrast: Auf weißen Flächen praktisch nicht, auf blankem Edelstahl mäßig, auf mattem Schwarz am deutlichsten. Wer hartes Wasser hat und eine dunkle Ausführung wählt, entscheidet sich damit auch für häufigeres Wischen. Das ist kein Mangel der Beschichtung, sondern Physik – und ein Punkt, den man besser vorher weiß. Welche Oberflächen zur Wahl stehen, steht bei den Design-Duschablagen.
Eine reicht selten, drei sind meist zu viel. In der Praxis bewährt sich eine Ablage auf Griffhöhe für das, was täglich gebraucht wird, und eine zweite darüber oder in der gegenüberliegenden Ecke für den Rest. In Familienbädern verschiebt sich das: Dort ist eine breite Wandablage oder eine Wandnische im Format 60 x 30 cm oft praktischer als mehrere kleine Ecken, weil sich die Ausstattung mehrerer Personen sortieren lässt. Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Ablagen in derselben senkrechten Fugenflucht liegen – sonst wirkt die Wand unruhig, auch wenn jede einzelne Ablage sitzt.
| befliesbar, zum Einbau | Beim Fliesen eingebettet, mit dem eigenen Belag belegt – 17 Formen von dreieckig bis rechteckig |
|---|---|
| nachträglicher Einbau | Auch im fertigen Bad möglich, sichtbar in Edelstahl oder pulverbeschichtet – 24 Ausführungen |
| Design-Duschablagen | Zwei Serien und drei Oberflächen, ins Fugenbild eingearbeitet |
| Wandnischen | Nicht vor der Wand, sondern darin – mit Rohbauelement, drei Maße |
| Duschrinnen | Kein Ablageplatz, sondern die Entwässerung: sechs Sichtbreiten von 60 bis 120 cm |
Vier Fragen, eine Lösung
befliesbare Ablagen zum Einbau Der Einbau beim Fliesen. |
Ablagen zum nachträglichen Einbau Der Weg über die Fuge. |
Die Ablage in der Wand. |
Die Entwässerung der Fläche. |
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