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Eine abgedichtete Fläche hat Gefälle. Der Belag darauf soll waagerecht sein. Diese Differenz muss irgendwo verschwinden – und genau darum geht es bei den beiden Ausführungen. Beim fixen Stelzlager steht der Kopf starr auf dem Gewinde; das Gefälle wird über die einzelnen Lagerhöhen ausgeglichen, jedes Lager also anders eingestellt. Beim selbstnivellierenden Stelzlager kippt der Kopf in sich und gleicht bis fünf Prozent Gefälle selbst aus – die Platte liegt waagerecht, obwohl der Fuß schräg steht. Das ist bequemer und bei größeren Flächen deutlich schneller.
| Fixe Ausführung | Aufbauhöhe 32 bis 110 mm in vier Stufen: 32–38, 38–50, 50–75 und 73–110 mm. Kein Gefälleausgleich im Kopf |
|---|---|
| Selbstnivellierend | Aufbauhöhe 42 bis 120 mm in vier Stufen: 42–48, 48–60, 60–85 und 83–120 mm. Gefälleausgleich bis 5 % |
| Beide | Stufenlos verstellbar innerhalb der Stufe, Kopf Ø etwa 11 cm und um 360° drehbar, Bodenteller Ø etwa 20 cm |
| Material | Polypropylen, recycelbar – frostbeständig, UV-geschützt, druckstabil, schlagfest, schallisolierend und alterungsbeständig |
| Unterkonstruktion | Keine nötig. Die Platte liegt auf dem Kopf, die Fugenstege des Kopfes halten den Abstand |
Zwei Fälle fallen aus dem Raster. Reicht die Höhenstufe nicht, kommt ein Aufstockstutzen dazwischen: 50 mm oder 75 mm, passend für beide Ausführungen. Und wer die fixe Ausführung gewählt hat, aber doch Gefälle ausgleichen muss, legt eine Ausgleichsplatte unter – rund 20 mm stark, ebenfalls bis fünf Prozent, ebenfalls selbstnivellierend. Über genutzten Räumen kommt die Schalldämmauflage auf den Kopf. Was das Zubehör im Einzelnen leistet, steht bei den Stelzlagern.
Große Formate wollen zusätzliche Stützpunkte
Zwischen Abdichtung und Platte steht Luft – und dieser Hohlraum ist der eigentliche Unterschied zur gebundenen Verlegung. Er sorgt dafür, dass Wasser abläuft statt im Aufbau zu stehen, und er macht die Abdichtung prüfbar: Ein paar abgehobene Platten genügen, um zu sehen, wie es darunter aussieht. Gleichzeitig sammelt sich dort, was durch die Fugen fällt – Laub, Sand, Blütenstaub. Das ist kein Mangel, sondern eine Eigenschaft, mit der man rechnen muss: Der Ablauf am tiefsten Punkt sollte erreichbar bleiben, und einmal im Jahr lohnt ein Blick.
| 1. Abdichtung prüfen | Die Ebene darunter muss dicht und tragfähig sein. Was hier fehlt, lässt sich später nur durch Abheben des Belags erreichen |
|---|---|
| 2. Höhe festlegen | Von der Abdichtung bis zur gewünschten Oberkante messen, Plattendicke abziehen – das ergibt die Aufbauhöhe des Lagers |
| 3. Raster anlegen | Von einer geraden Kante aus, mit Wasserwaage und Lasermessgerät. Ein schiefes Raster rächt sich an der letzten Reihe |
| 4. Lager setzen und einstellen | Erst grob, dann fein. Der Kopf ist um 360° drehbar, damit die Fugenstege in die richtige Richtung zeigen |
| 5. Platten auflegen | Mit Saughebern geht das zu zweit sauberer als von Hand – und die Kante bleibt heil |
| 6. Nachstellen | Mit dem Montageschlüssel, auch wenn schon alles liegt. Genau dafür ist er gemacht |
Zwei Zahlen genügen für den Anfang
Prinzip und Zubehör im Überblick. |
Der Weg über eine Unterkonstruktion. |
Großformatige Fliesen bearbeiten Handling großer Platten. |
Für den Randabschluss. |
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