Diamantschleiftopf PRO Ø 175 mm für Estrich, Beton und Kleberreste (Art. 70610)
Der PRO ist auf Standzeit in abrasiven Materialien ausgelegt: 16 Diamantsegmente mit 6,0 mm Segmenthöhe, durch ein besonderes Schweißverfahren extrem robust verbunden, und Absauglöcher zentral zwischen den Segmenten. Mit Ø 175 mm ist das die Ausführung für Flächenleistung – und sie gehört ausdrücklich nicht auf einen 125er Winkelschleifer. Für Estriche, Beton, Fliesenkleberreste, Epoxidharzbeschichtungen und Sichtbeton.
Ø 175 mm Durchmesser | 16 Segmente | 6,0 mm Segment-Höhe | 22,23 mm Bohrung |
Für welches Material dieser Topf gemacht ist
Warum die Absauglöcher zwischen den Segmenten sitzen
Beim Betonschleifen ist nicht der Abtrag der Engpass, sondern der Abtransport. Bleibt das Schleifmehl unter dem Topf, wirkt es wie ein Kugellager: Der Topf gleitet, trägt nichts mehr ab und wird heiß. Sitzen die Absauglöcher zentral zwischen den Segmenten, wird das Mehl dort abgeführt, wo es entsteht:
Mehr Abtrag Die Diamanten arbeiten am Material, nicht am eigenen Schleifmehl. | Weniger Wärme Der Luftstrom kühlt die Segmente mit – entscheidend beim Trockenschliff. |
Weniger Staub im Raum Am Entstehungsort abgesaugt ist gesundheitlich etwas anderes als hinterher aufgesaugt. | Gleichmäßigeres Schliffbild Kein Aufschwimmen auf einem Mehlpolster, also keine Wellen in der Fläche. |
Das Schweißverfahren – und warum es hier zählt
Segmenthöhe ist die Verschleißreserve – und der eigentliche Preisvergleich
Ein Schleiftopf ist verbraucht, wenn die Diamantsegmente abgetragen sind. Die Segmenthöhe sagt Ihnen also, wie viel Werkzeug Sie tatsächlich kaufen. Zwei Töpfe mit gleichem Durchmesser und gleichem Preis können sich in der nutzbaren Standzeit deutlich unterscheiden:
- Segmenthöhe – wie tief der Verschleiß gehen kann, bis der Stahlkern erreicht ist.
- Segmentanzahl – wie viel Diamantfläche gleichzeitig im Eingriff ist. Mehr Segmente heißt ruhigerer Lauf und mehr Abtrag pro Umdrehung.
- Bindungshärte – ob die Höhe im richtigen Material auch genutzt wird. Der falsche Topf verglast, bevor die Segmente abgetragen sind.
Wofür man ihn braucht
Estriche und Beton Höhenkorrekturen, Unebenheiten, Schalungsgrate. | Fliesenkleberreste Der häufigste Fall nach einem Ausbau: alter, ausgehärteter Kleber muss weg, bevor neu verlegt wird. |
Epoxidharzbeschichtungen Alte Beschichtungen abtragen – ein Einsatz, der Töpfe schnell zusetzt und deshalb eine robuste Bindung verlangt. | Sichtbeton Flächen egalisieren, wo die Oberfläche sichtbar bleibt. |
Drehzahl: dieser Topf gehört nicht auf einen 125er
Die Drehzahlgrenze hängt am Durchmesser – und wird oft übersehen
Bei Schleiftöpfen ist die zulässige Drehzahl keine Empfehlung, sondern eine Festigkeitsgrenze. Sie ergibt sich aus der Umfangsgeschwindigkeit: DiSTAR gibt für den RAPTOR Ø 125 mm max. 12.200 U/min und für Ø 180 mm max. 8.500 U/min an – beides entspricht rund 80 m/s. Das ist die übliche Grenze für segmentierte Diamantwerkzeuge dieser Bauart. Daraus lässt sich für jeden Durchmesser ableiten, was er verträgt:
| Ø 100 mm | rund 15.300 U/min |
|---|---|
| Ø 125 mm | rund 12.200 U/min – von DiSTAR so angegeben |
| Ø 130 mm | rund 11.800 U/min |
| Ø 175 mm | rund 8.700 U/min |
| Ø 180 mm | rund 8.500 U/min – von DiSTAR so angegeben |
Große Töpfe gehören nicht auf einen 125er Winkelschleifer
Arbeitstechnik
| 1 | Absaugung anschließen und prüfen Vor allem anderen. Ein Sauger der Staubklasse M, Beutel und Filter frei. |
| 2 | Maschine anlaufen lassen, dann aufsetzen Nie mit aufgesetztem Topf starten – das ruckt und schlägt Segmente aus. |
| 3 | Flach aufsetzen, nur der Segmentring trägt Aufgekantet arbeiten Sie Rillen ein, die Sie danach nicht mehr herausbekommen. |
| 4 | In überlappenden Bahnen führen Jede Bahn etwa zur Hälfte überdecken, kreisend oder in Achterbewegung – nicht an einer Stelle stehen. |
| 5 | Eigengewicht arbeiten lassen Druck bringt keinen Mehrabtrag, sondern Wärme und Verschleiß. Bei Betonschleifern reicht das Maschinengewicht. |
| 6 | Randstreifen zuletzt Mit dem kleinen Topf oder der Schleifmutter nacharbeiten. |
Warum ein großer Topf nicht in die Ecke kommt
Ein Schleiftopf trägt mit seinem Ring ab. Damit bleibt sein Mittelpunkt immer mindestens einen halben Durchmesser von der Wand entfernt – bei einem Ø-125-mm-Topf sind das über 60 mm. Ein Randstreifen bleibt also stehen, und zwar genau dort, wo später der Sockel oder die Anschlussfuge sitzt. Deshalb gibt es kleine Töpfe:
Ø 55 mm Kommt bis etwa 27 mm an die Wand – für Randstreifen und normale Ecken. | Ø 30 mm Für die letzte Ecke, für Rohrumfelder und für Stellen, an die auch der 55er nicht kommt. |
Reihenfolge in der Praxis Erst die Fläche mit dem großen Topf, dann den Randstreifen – nicht umgekehrt. | Absauggehäuse mit Randfunktion Manche Absaughauben haben eine öffnende Seite, damit der große Topf näher an die Wand kommt. |
Betonschleifen ohne Absaugung ist keine Option
Wenn der Topf nicht mehr abträgt, ist er oft nicht verbraucht
Ein Schleiftopf, der plötzlich kaum noch vorankommt, ist meistens verglast oder zugesetzt und nicht verschlissen:
- Verglast: Die Bindung ist über die Diamanten zugeschmiert. Erkennbar an spiegelblanken Segmenten. Abhilfe: ein paar Züge in abrasivem Material – alter Estrich, Gasbeton, Schärfstein oder eine grobe Betonplatte.
- Zugesetzt: Weiches Material klebt zwischen den Diamanten – typisch bei nicht ausgehärtetem Kleber. Abhilfe: erst abrasives Material, dann weiterarbeiten.
- Wirklich verbraucht ist er erst, wenn die Segmenthöhe abgetragen und der Stahlkern erreicht ist. Dann sofort wechseln – ein Topf, der auf dem Kern läuft, zerstört die Fläche.
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Technische Daten
| Produktart | Diamantschleiftopf für abrasive mineralische Materialien |
|---|---|
| Reihe | PRO |
| Durchmesser | Ø 175 mm |
| Bohrung | 22,23 mm |
| Höhe | 28 mm |
| Segmentanzahl | 16 |
| Segmenthöhe | 6,0 mm |
| Absaugung | Absauglöcher zentral zwischen den Segmenten |
| Besonderheit | extrem robuste Segmentanbindung durch besonderes Schweißverfahren |
| Drehzahlgrenze (rechnerisch) | nur rund 8.700 U/min |
| Passende Maschine | Betonschleifer oder große Winkelschleifer mit niedriger Drehzahl |
| Geeignet für | Estriche, Beton, Fliesenkleberreste, Epoxidharzbeschichtungen, Sichtbeton |
| Artikelnummer | 70610 |
| Hersteller | Fliesen Alfers |
Ø 175 oder Ø 125 mm?
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