RUBI Diamantscheibe TVA 125 mm – TURBO VIPER für harte Materialien (Art. 31933)
Die TURBO VIPER ist Rubis Scheibe für die Materialien, bei denen es unangenehm wird: Granit, rustikale Fliesen, Klinker, feuerfeste Materialien, Schiefer und Porzellanfliesen. Das ist eine bewusst gemischte Liste – sie umfasst harte und stark abrasive Materialien, und genau darin liegt die Aufgabe, für die diese Scheibe abgestimmt ist. Trockenschnitt.
Turbo Viper Baureihe | Ø 125 mm Durchmesser | harte Stoffe Schwerpunkt | trocken Anwendung |
Die Materialliste erklärt die Scheibe
Klinker, Schamotte und Schiefer sind nicht einfach „hart“ – sie sind unterschiedlich hart und unterschiedlich abrasiv. Eine Scheibe, die diese Bandbreite abdecken soll, braucht eine Bindung im Mittelfeld:
Granit sehr hart, wenig abrasiv – verlangt eine nachgebende Bindung | Klinker und rustikale Fliesen hart gebrannt, raue Oberfläche, wechselnde Dichte |
Feuerfeste Materialien Schamotte ist weich, aber extrem abrasiv | Schiefer und Porzellanfliesen spröde und schichtig beziehungsweise dicht gesintert |
Die wichtigste Regel: hartes Material braucht eine weiche Bindung
Das ist die Regel, an der die meisten Fehlkäufe hängen – und sie klingt zunächst verkehrt. In einer Diamantscheibe sitzen die Diamanten in einer Metallbindung. Damit die Scheibe schneidet, muss diese Bindung im gleichen Tempo abgetragen werden, in dem die Diamanten stumpf werden – nur so kommen ständig frische Diamantspitzen an die Oberfläche.
Hartes Material → weiche Bindung Feinsteinzeug und Granit nutzen Diamanten schnell ab. Die Bindung muss nachgeben, damit neue Diamanten frei werden. Eine harte Bindung verglast hier und schneidet nicht mehr. | Weiches, abrasives Material → harte Bindung Beton, Estrich und Sandstein schleifen die Bindung von selbst weg. Hier hält nur eine harte Bindung die Diamanten lange genug fest. |
Falsche Kombination, Fall 1 Harte Bindung auf hartem Material: Die Scheibe wird spiegelblank, raucht und schneidet kaum noch – sie ist „verglast“, nicht verbraucht. | Falsche Kombination, Fall 2 Weiche Bindung auf Beton: Die Scheibe schneidet zunächst hervorragend und ist nach wenigen Metern verschlissen. |
Turbo-Profil: schnell und kühl
Der Turbo-Rand führt Luft und Abtrag aus der Schnittfuge. Bei rauen, ungleichmäßigen Materialien wie Klinker und Schiefer ist das der entscheidende Punkt: Die Scheibe setzt sich nicht zu und bleibt kühl.
Vollrand (geschlossen) Der sauberste Schnitt und die geringste Kantenausbrüche – aber die schlechteste Kühlung. Braucht Kühlpausen oder Wasser. | Turbo Gewellter oder profilierter Rand. Deutlich schneller und kühler als Vollrand, im Schnittbild etwas rauer. |
Ornamentsegment Geformte Aussparungen im weitgehend geschlossenen Rand: kühlt und entstaubt, ohne die Kantenqualität eines Vollrands aufzugeben. | Segmentiert Offene Segmente mit Kühlschlitzen – das schnellste und kühlste, aber auch gröbste Profil. Für Beton, Estrich und Stein. |
Anwendung: Kühlpause alle 20 Sekunden
Rubi nennt für die TVA ausdrücklich eine Kühlpause alle 20 Sekunden. Bei harten und abrasiven Materialien im Trockenschnitt ist das kein Sicherheitszuschlag, sondern die Voraussetzung für die angegebene Standzeit.
| 1 | Von der Glasurseite anschneiden Die Glasur bricht an der Austrittsseite aus. Wenn die Sichtseite oben liegt, arbeitet die Scheibe von der Glasur in den Scherben – das gibt die saubere Kante. |
| 2 | Anschnitt flach ansetzen Nicht senkrecht einstechen, sondern die Scheibe flach einlaufen lassen und dann aufrichten. |
| 3 | Gleichmäßig führen, nicht drücken Der Vorschub macht den Schnitt, nicht der Druck. Wer drückt, verglast die Scheibe und überhitzt den Kern. |
| 4 | Am Schnittende Tempo herausnehmen Die letzten Zentimeter sind die kritischen: Dort bricht die Kante aus, wenn der Vorschub zu hoch bleibt. |
Trockenschnitt heißt Kühlpausen
Wenn die Scheibe nicht mehr schneidet, ist sie oft nicht verbraucht
Eine Diamantscheibe, die plötzlich kaum noch vorankommt, ist meistens verglast und nicht verschlissen: Die Bindung ist über den Diamanten zugeschmiert. Das passiert besonders in hartem, dichtem Material.
- Erkennbar an einer spiegelblanken, glatten Schnittkante der Scheibe.
- Die Scheibe raucht und wird heiß, obwohl Sie nicht drücken.
- Sie müssen drücken, statt die Scheibe arbeiten zu lassen.
- Abhilfe: einige Schnitte in ein abrasives Material – Schärfstein, Porenbeton oder Sandstein. Danach schneidet die Scheibe in der Regel wieder wie neu.
115 oder 125 mm?
Beide Größen passen auf die üblichen Winkelschleifer. Der Unterschied ist die Schnitttiefe und das Handling:
Ø 115 mm Leichter und handlicher, etwas weniger Schnitttiefe. Gut auf kleinen Maschinen und bei Überkopfarbeit. | Ø 125 mm Rund 5 mm mehr Schnitttiefe – das entscheidet bei dicken Bodenplatten und Terrassenplatten. |
Diese Ausführung Ø 125 mm | Wichtig Die Maschine muss für den Scheibendurchmesser zugelassen sein – Schutzhaube und Drehzahl beachten. |
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Technische Daten
| Produktart | Diamanttrennscheibe TURBO VIPER |
|---|---|
| Modell | TVA |
| Durchmesser | Ø 125 mm |
| Anwendung | Trockenschnitt |
| Geeignet für | Granit, rustikale Fliesen, Klinker, feuerfeste Materialien, Schiefer, Porzellanfliesen |
| Hinweis zur Anwendung | Kühlpause alle 20 Sekunden |
| Hersteller-Referenz | 31933 |
| Hersteller | Rubi (Germans Boada S.A.) |
TVA oder TCR – was ist der Unterschied?
Kann ich damit Beton schneiden?
Warum ist Schamotte ein Problem?
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Welche Scheibe für Ihr Material?
Passendes Zubehör und Ergänzungen
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