RUBI Diamantscheibe TCR 115 mm SUPERPRO – Turbo für Feinsteinzeug (Art. 31972)
Die TCR SUPERPRO ist eine Spezialistin: hochwertiger Trockenschnitt in Porzellanfliesen und Feinsteinzeug. Rubi verspricht dabei hohe Leistung und Schnittgeschwindigkeit bei überlegener Oberflächenqualität – und benennt die Einschränkung selbst: Sie ist ausschließlich für Geradschnitte gedacht, nicht für Gehrungsschnitte.
Superpro Baureihe | Ø 115 mm Durchmesser | Feinsteinzeug Schwerpunkt | nur gerade Schnittart |
Was „nur Geradschnitte“ bedeutet
Das ist eine Angabe, die man ernst nehmen sollte. Eine reine Trennscheibe ist nur am Rand mit Diamant belegt. Wenn Sie sie schräg anstellen, um eine Fase zu schleifen, arbeitet die unbelegte Flanke gegen die Fliese:
- Die Flanke schleift nicht, sie reibt – das erzeugt Wärme, ohne Material abzunehmen.
- Die Scheibe kann verkanten und im schlimmsten Fall zurückschlagen.
- Der Kern wird heiß und verzieht sich, weil die Kühlung nur am Rand wirkt.
- Für 45°-Fasen brauchen Sie eine beidseitig beschichtete Scheibe – etwa Jolly Hornet, DiSTAR Edge Dry, Galaxy oder Pro Gres.
Wofür die TCR gemacht ist
Feinsteinzeug und Porzellan Der Einsatzbereich ist eng gefasst – und genau dort liefert die Scheibe ihre Oberflächenqualität. | Hohe Schnittgeschwindigkeit Das Turbo-Profil führt Abtrag ab und hält die Scheibe frei. |
Überlegene Oberfläche Rubi stellt bei der Superpro-Reihe die Kantenqualität in den Vordergrund, nicht die reine Geschwindigkeit. | Trockenschnitt Ohne Wasser einsetzbar – mit Kühlpausen. |
Die wichtigste Regel: hartes Material braucht eine weiche Bindung
Das ist die Regel, an der die meisten Fehlkäufe hängen – und sie klingt zunächst verkehrt. In einer Diamantscheibe sitzen die Diamanten in einer Metallbindung. Damit die Scheibe schneidet, muss diese Bindung im gleichen Tempo abgetragen werden, in dem die Diamanten stumpf werden – nur so kommen ständig frische Diamantspitzen an die Oberfläche.
Hartes Material → weiche Bindung Feinsteinzeug und Granit nutzen Diamanten schnell ab. Die Bindung muss nachgeben, damit neue Diamanten frei werden. Eine harte Bindung verglast hier und schneidet nicht mehr. | Weiches, abrasives Material → harte Bindung Beton, Estrich und Sandstein schleifen die Bindung von selbst weg. Hier hält nur eine harte Bindung die Diamanten lange genug fest. |
Falsche Kombination, Fall 1 Harte Bindung auf hartem Material: Die Scheibe wird spiegelblank, raucht und schneidet kaum noch – sie ist „verglast“, nicht verbraucht. | Falsche Kombination, Fall 2 Weiche Bindung auf Beton: Die Scheibe schneidet zunächst hervorragend und ist nach wenigen Metern verschlissen. |
Segmentformen im Vergleich
Vollrand (geschlossen) Der sauberste Schnitt und die geringste Kantenausbrüche – aber die schlechteste Kühlung. Braucht Kühlpausen oder Wasser. | Turbo Gewellter oder profilierter Rand. Deutlich schneller und kühler als Vollrand, im Schnittbild etwas rauer. |
Ornamentsegment Geformte Aussparungen im weitgehend geschlossenen Rand: kühlt und entstaubt, ohne die Kantenqualität eines Vollrands aufzugeben. | Segmentiert Offene Segmente mit Kühlschlitzen – das schnellste und kühlste, aber auch gröbste Profil. Für Beton, Estrich und Stein. |
115 oder 125 mm?
Beide Größen passen auf die üblichen Winkelschleifer. Der Unterschied ist die Schnitttiefe und das Handling:
Ø 115 mm Leichter und handlicher, etwas weniger Schnitttiefe. Gut auf kleinen Maschinen und bei Überkopfarbeit. | Ø 125 mm Rund 5 mm mehr Schnitttiefe – das entscheidet bei dicken Bodenplatten und Terrassenplatten. |
Diese Ausführung Ø 115 mm | Wichtig Die Maschine muss für den Scheibendurchmesser zugelassen sein – Schutzhaube und Drehzahl beachten. |
Arbeitstechnik
| 1 | Von der Glasurseite anschneiden Die Glasur bricht an der Austrittsseite aus. Wenn die Sichtseite oben liegt, arbeitet die Scheibe von der Glasur in den Scherben – das gibt die saubere Kante. |
| 2 | Anschnitt flach ansetzen Nicht senkrecht einstechen, sondern die Scheibe flach einlaufen lassen und dann aufrichten. |
| 3 | Gleichmäßig führen, nicht drücken Der Vorschub macht den Schnitt, nicht der Druck. Wer drückt, verglast die Scheibe und überhitzt den Kern. |
| 4 | Am Schnittende Tempo herausnehmen Die letzten Zentimeter sind die kritischen: Dort bricht die Kante aus, wenn der Vorschub zu hoch bleibt. |
Trockenschnitt heißt Kühlpausen
Wenn die Scheibe nicht mehr schneidet, ist sie oft nicht verbraucht
Eine Diamantscheibe, die plötzlich kaum noch vorankommt, ist meistens verglast und nicht verschlissen: Die Bindung ist über den Diamanten zugeschmiert. Das passiert besonders in hartem, dichtem Material.
- Erkennbar an einer spiegelblanken, glatten Schnittkante der Scheibe.
- Die Scheibe raucht und wird heiß, obwohl Sie nicht drücken.
- Sie müssen drücken, statt die Scheibe arbeiten zu lassen.
- Abhilfe: einige Schnitte in ein abrasives Material – Schärfstein, Porenbeton oder Sandstein. Danach schneidet die Scheibe in der Regel wieder wie neu.
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Technische Daten
| Produktart | Diamanttrennscheibe SUPERPRO |
|---|---|
| Modell | TCR |
| Durchmesser | Ø 115 mm |
| Segmentform | Turbo |
| Anwendung | Trockenschnitt |
| Geeignet für | Porzellanfliesen und Feinsteinzeug |
| Schnittart | ausschließlich Geradschnitte – nicht für Gehrungsschnitte |
| Hersteller-Referenz | 31972 |
| Artikel-Nr. | FA10530 |
| Hersteller | Rubi (Germans Boada S.A.) |
Warum darf ich damit keine Gehrung schneiden?
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