RUBI Diamantscheibe ECD 125 mm – 2 in 1 Schleifen und Schneiden (Art. 31965)
Die ECD ist beidseitig diamantbeschichtet und arbeitet dadurch nicht nur mit dem Rand, sondern auch mit der Flanke – also schneiden und schleifen mit einem Werkzeug. Ihr Materialspektrum ist ungewöhnlich breit: Naturstein, alle Arten von Keramikfliesen und Kunststoffe. Der durchgehende, galvanisch aufgebrachte Belag ist der Grund dafür.
2 in 1 schneiden + schleifen | Ø 125 mm Durchmesser | beidseitig beschichtet | trocken Anwendung |
Was galvanisch beschichtet bedeutet
Bei den meisten Diamantscheiben sind die Diamanten in gesinterte Metallsegmente eingebettet. Bei einer galvanisierten Scheibe ist der Diamant in einer durchgehenden Schicht auf dem Kern gebunden – ohne Segmente und ohne Schlitze. Daraus folgen unmittelbar die Eigenschaften:
Durchgehender Belag Kein Segmentstoß, der über die Fliese schlägt – das ergibt einen ruhigen Lauf und eine gleichmäßige Kante. | Beidseitig belegt Die Flanken schleifen. Damit lassen sich Kanten nachbearbeiten, ohne das Werkzeug zu wechseln. |
Sehr breites Material-Spektrum Naturstein, Keramik jeder Art und Kunststoffe – wo ein Segment ausbrechen würde, arbeitet die durchgehende Schicht weiter. | Feine Oberfläche Galvanisch gebundene Diamanten liegen dicht – das Schnittbild fällt entsprechend fein aus. |
Schnitttiefe beachten
Rubi gibt für die ECD eine Schnitttiefe von unter 25 mm an. Das reicht für Fliesen, Feinsteinzeug und die üblichen Natursteinstärken – bei dicken Platten und Bordsteinen brauchen Sie eine Scheibe mit größerem Durchmesser.
Die wichtigste Regel: hartes Material braucht eine weiche Bindung
Das ist die Regel, an der die meisten Fehlkäufe hängen – und sie klingt zunächst verkehrt. In einer Diamantscheibe sitzen die Diamanten in einer Metallbindung. Damit die Scheibe schneidet, muss diese Bindung im gleichen Tempo abgetragen werden, in dem die Diamanten stumpf werden – nur so kommen ständig frische Diamantspitzen an die Oberfläche.
Hartes Material → weiche Bindung Feinsteinzeug und Granit nutzen Diamanten schnell ab. Die Bindung muss nachgeben, damit neue Diamanten frei werden. Eine harte Bindung verglast hier und schneidet nicht mehr. | Weiches, abrasives Material → harte Bindung Beton, Estrich und Sandstein schleifen die Bindung von selbst weg. Hier hält nur eine harte Bindung die Diamanten lange genug fest. |
Falsche Kombination, Fall 1 Harte Bindung auf hartem Material: Die Scheibe wird spiegelblank, raucht und schneidet kaum noch – sie ist „verglast“, nicht verbraucht. | Falsche Kombination, Fall 2 Weiche Bindung auf Beton: Die Scheibe schneidet zunächst hervorragend und ist nach wenigen Metern verschlissen. |
Arbeitstechnik
| 1 | Von der Glasurseite anschneiden Die Glasur bricht an der Austrittsseite aus. Wenn die Sichtseite oben liegt, arbeitet die Scheibe von der Glasur in den Scherben – das gibt die saubere Kante. |
| 2 | Anschnitt flach ansetzen Nicht senkrecht einstechen, sondern die Scheibe flach einlaufen lassen und dann aufrichten. |
| 3 | Gleichmäßig führen, nicht drücken Der Vorschub macht den Schnitt, nicht der Druck. Wer drückt, verglast die Scheibe und überhitzt den Kern. |
| 4 | Am Schnittende Tempo herausnehmen Die letzten Zentimeter sind die kritischen: Dort bricht die Kante aus, wenn der Vorschub zu hoch bleibt. |
Trockenschnitt heißt Kühlpausen
Wenn die Scheibe nicht mehr schneidet, ist sie oft nicht verbraucht
Eine Diamantscheibe, die plötzlich kaum noch vorankommt, ist meistens verglast und nicht verschlissen: Die Bindung ist über den Diamanten zugeschmiert. Das passiert besonders in hartem, dichtem Material.
- Erkennbar an einer spiegelblanken, glatten Schnittkante der Scheibe.
- Die Scheibe raucht und wird heiß, obwohl Sie nicht drücken.
- Sie müssen drücken, statt die Scheibe arbeiten zu lassen.
- Abhilfe: einige Schnitte in ein abrasives Material – Schärfstein, Porenbeton oder Sandstein. Danach schneidet die Scheibe in der Regel wieder wie neu.
115 oder 125 mm?
Beide Größen passen auf die üblichen Winkelschleifer. Der Unterschied ist die Schnitttiefe und das Handling:
Ø 115 mm Leichter und handlicher, etwas weniger Schnitttiefe. Gut auf kleinen Maschinen und bei Überkopfarbeit. | Ø 125 mm Rund 5 mm mehr Schnitttiefe – das entscheidet bei dicken Bodenplatten und Terrassenplatten. |
Diese Ausführung Ø 125 mm | Wichtig Die Maschine muss für den Scheibendurchmesser zugelassen sein – Schutzhaube und Drehzahl beachten. |
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Technische Daten
| Produktart | Diamanttrenn- und Schleifscheibe (2 in 1) |
|---|---|
| Modell | ECD |
| Durchmesser | Ø 125 mm |
| Ausführung | galvanisiert, durchgehender Diamantbelag |
| Beschichtung | beidseitig diamantbeschichtet |
| Schnitttiefe | bis unter 25 mm |
| Anwendung | Trockenschnitt |
| Geeignet für | Naturstein, alle Arten von Keramikfliesen, Kunststoffe |
| Hersteller-Referenz | 31965 |
| Hersteller | Rubi (Germans Boada S.A.) |
Kann ich mit der ECD Gehrungen schneiden?
Kunststoffe schneiden – wirklich?
Warum ist die ECD teurer als eine normale Trennscheibe?
Hält eine galvanisierte Scheibe so lange wie eine Segmentscheibe?
Welche Scheibe für Ihr Material?
Passendes Zubehör und Ergänzungen
RUBI Diamantscheibe TCR 115 mm Superpro / Turbo für Feinsteinzeug (Art. 31972) TCR 115 mm Superpro, Turbo für Feinsteinzeug. | RUBI Diamantscheibe TCR 125 mm Superpro / Turbo für Feinsteinzeug (Art. 31973) TCR 125 mm Superpro, Turbo für Feinsteinzeug. |
RUBI Diamantscheibe TCR 180 mm Superpro / Turbo für Feinsteinzeug (Art. 31975) TCR 180 mm Superpro, Turbo für Feinsteinzeug. | RUBI Diamant-Schleifklotz / Körnung 60 - 400 Diamant-Schleifklotz, Körnung 60 bis 400. |