Diamantschleiftopf Ø 125 mm für Estrich, Beton und Kleberreste (Art. 70600)
Der Einstiegstopf für den häufigsten Fall: Estrich, Beton oder Kleberreste abschleifen. Er ist doppelt belegt – also mit zwei Segmentreihen – und hat eine Aufbauhöhe, die zu Winkelschleifern und Betonschleifern von Bosch und Eibenstock passt. Das ist bei Töpfen mit Absaughaube der Punkt, an dem es sonst klemmt.
Ø 125 mm Durchmesser | doppelt belegt | passend Aufbau-Höhe |
Für welches Material dieser Topf gemacht ist
Warum die Aufbauhöhe eine echte Angabe ist
Sobald Sie mit einer Absaughaube arbeiten – und beim Betonschleifen sollten Sie das immer – ist die Bauhöhe des Topfes kein Nebenmaß mehr. Die Haube hat einen festen Abstand zur Fläche, und der Topf muss in diesen Raum passen: Ist er zu hoch, schließt die Haube nicht mehr und der Staub geht am Sauger vorbei. Ist er zu flach, schleift die Bürste der Haube auf der Fläche. Der Hersteller nennt die Aufbauhöhe deshalb ausdrücklich als auf Bosch- und Eibenstock-Maschinen abgestimmt.
Was doppelt belegt bedeutet
Zwei Segmentreihen Mehr Diamantfläche greift pro Umdrehung – das bedeutet mehr Abtrag und einen ruhigeren Lauf. | Gleichmäßigeres Schliffbild Mehr Eingriffe pro Umdrehung heißt weniger Rattermuster in der Fläche. |
Weniger Kippeln Die breitere Auflage macht den Topf stabiler auf unebenem Untergrund. | Mehr Verschleißreserve Doppelt belegt heißt bei gleicher Segmenthöhe mehr Diamantvolumen im Werkzeug. |
Segmentform: was die Bauform über den Einsatz verrät
| Blocksegmente | Massive, geschlossene Blöcke. Maximaler Abtrag und höchste Standfestigkeit in stark abrasiven Materialien – dafür gröber im Schliffbild. |
|---|---|
| Turbo-Segmente, gezahnt | Profilierte Segmente. Schneller und kühler als Blöcke, weil die Zahnung Material und Wärme abführt. |
| Doppelt segmentiert / doppelt belegt | Zwei Segmentreihen. Mehr Diamant im Eingriff je Umdrehung – gleichmäßigerer Lauf und mehr Abtrag pro Durchgang. |
| Wabenform | Viele kleine Kontaktflächen statt weniger großer. Läuft ruhiger, kühler und hinterlässt ein feineres Schliffbild – die Bauform für Keramik und Feinsteinzeug. |
Segmenthöhe ist die Verschleißreserve – und der eigentliche Preisvergleich
Ein Schleiftopf ist verbraucht, wenn die Diamantsegmente abgetragen sind. Die Segmenthöhe sagt Ihnen also, wie viel Werkzeug Sie tatsächlich kaufen. Zwei Töpfe mit gleichem Durchmesser und gleichem Preis können sich in der nutzbaren Standzeit deutlich unterscheiden:
- Segmenthöhe – wie tief der Verschleiß gehen kann, bis der Stahlkern erreicht ist.
- Segmentanzahl – wie viel Diamantfläche gleichzeitig im Eingriff ist. Mehr Segmente heißt ruhigerer Lauf und mehr Abtrag pro Umdrehung.
- Bindungshärte – ob die Höhe im richtigen Material auch genutzt wird. Der falsche Topf verglast, bevor die Segmente abgetragen sind.
Wofür man ihn braucht
Kleberreste nach dem Ausbau Der Standardfall: alter, ausgehärteter Fliesenkleber muss weg, bevor neu verlegt wird. | Estrich egalisieren Höhenversätze und Unebenheiten vor dem Verlegen. |
Beton bearbeiten Schalungsgrate, Nasen, Verschmutzungen. | Große Flächen mit Staffelpreis Ab 2, 4, 7 und 11 Stück wird er günstiger – bei Flächenarbeiten ist das realistische Kalkulation. |
Die Drehzahlgrenze hängt am Durchmesser – und wird oft übersehen
Bei Schleiftöpfen ist die zulässige Drehzahl keine Empfehlung, sondern eine Festigkeitsgrenze. Sie ergibt sich aus der Umfangsgeschwindigkeit: DiSTAR gibt für den RAPTOR Ø 125 mm max. 12.200 U/min und für Ø 180 mm max. 8.500 U/min an – beides entspricht rund 80 m/s. Das ist die übliche Grenze für segmentierte Diamantwerkzeuge dieser Bauart. Daraus lässt sich für jeden Durchmesser ableiten, was er verträgt:
| Ø 100 mm | rund 15.300 U/min |
|---|---|
| Ø 125 mm | rund 12.200 U/min – von DiSTAR so angegeben |
| Ø 130 mm | rund 11.800 U/min |
| Ø 175 mm | rund 8.700 U/min |
| Ø 180 mm | rund 8.500 U/min – von DiSTAR so angegeben |
Große Töpfe gehören nicht auf einen 125er Winkelschleifer
Arbeitstechnik
| 1 | Absaugung anschließen und prüfen Vor allem anderen. Ein Sauger der Staubklasse M, Beutel und Filter frei. |
| 2 | Maschine anlaufen lassen, dann aufsetzen Nie mit aufgesetztem Topf starten – das ruckt und schlägt Segmente aus. |
| 3 | Flach aufsetzen, nur der Segmentring trägt Aufgekantet arbeiten Sie Rillen ein, die Sie danach nicht mehr herausbekommen. |
| 4 | In überlappenden Bahnen führen Jede Bahn etwa zur Hälfte überdecken, kreisend oder in Achterbewegung – nicht an einer Stelle stehen. |
| 5 | Eigengewicht arbeiten lassen Druck bringt keinen Mehrabtrag, sondern Wärme und Verschleiß. Bei Betonschleifern reicht das Maschinengewicht. |
| 6 | Randstreifen zuletzt Mit dem kleinen Topf oder der Schleifmutter nacharbeiten. |
Warum ein großer Topf nicht in die Ecke kommt
Ein Schleiftopf trägt mit seinem Ring ab. Damit bleibt sein Mittelpunkt immer mindestens einen halben Durchmesser von der Wand entfernt – bei einem Ø-125-mm-Topf sind das über 60 mm. Ein Randstreifen bleibt also stehen, und zwar genau dort, wo später der Sockel oder die Anschlussfuge sitzt. Deshalb gibt es kleine Töpfe:
Ø 55 mm Kommt bis etwa 27 mm an die Wand – für Randstreifen und normale Ecken. | Ø 30 mm Für die letzte Ecke, für Rohrumfelder und für Stellen, an die auch der 55er nicht kommt. |
Reihenfolge in der Praxis Erst die Fläche mit dem großen Topf, dann den Randstreifen – nicht umgekehrt. | Absauggehäuse mit Randfunktion Manche Absaughauben haben eine öffnende Seite, damit der große Topf näher an die Wand kommt. |
Betonschleifen ohne Absaugung ist keine Option
Wenn der Topf nicht mehr abträgt, ist er oft nicht verbraucht
Ein Schleiftopf, der plötzlich kaum noch vorankommt, ist meistens verglast oder zugesetzt und nicht verschlissen:
- Verglast: Die Bindung ist über die Diamanten zugeschmiert. Erkennbar an spiegelblanken Segmenten. Abhilfe: ein paar Züge in abrasivem Material – alter Estrich, Gasbeton, Schärfstein oder eine grobe Betonplatte.
- Zugesetzt: Weiches Material klebt zwischen den Diamanten – typisch bei nicht ausgehärtetem Kleber. Abhilfe: erst abrasives Material, dann weiterarbeiten.
- Wirklich verbraucht ist er erst, wenn die Segmenthöhe abgetragen und der Stahlkern erreicht ist. Dann sofort wechseln – ein Topf, der auf dem Kern läuft, zerstört die Fläche.
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Technische Daten
| Produktart | Diamantschleiftopf für abrasive mineralische Materialien |
|---|---|
| Durchmesser | Ø 125 mm |
| Belegung | doppelt belegt |
| Aufbauhöhe | abgestimmt auf Winkelschleifer und Betonschleifer von Bosch und Eibenstock |
| Einsatz | Abschleifen von Estrich, Beton und Kleberresten |
| Drehzahlgrenze (rechnerisch) | rund 12.200 U/min |
| Artikelnummer | 70600 |
| Hersteller | Fliesen Alfers |
Was ist der Unterschied zum PRO 125 mm?
Passt er unter meine Absaughaube?
Geht das auch auf Feinsteinzeug?
Wie viele brauche ich für 50 m²?
Welches Material schleifen Sie ab?
Passendes Zubehör und Ergänzungen
Diamantschleiftopf Spezial 30 mm Diamantschleiftopf Spezial 30 mm. | DiSTAR Diamantschleiftopf Hard Ceramics K100 / Wabenform (M14-Aufnahme) - Ø 100 mm DiSTAR Diamantschleiftopf Hard Ceramics K100 / Wabenform (M14-Aufnahme) - Ø 100 mm. |
DiSTAR Schleiftopf DGS-W RAPTOR (Ø 125 mm & 180 mm) DiSTAR Schleiftopf DGS-W RAPTOR (Ø 125 mm & 180 mm). | Schärfstein / Schleifstein für Diamantscheiben und Bohrkronen Schärfstein für Diamantscheiben und Bohrkronen – legt stumpfe Diamanten wieder frei. |
Montolit Stone Supercut - Doppelkorn-Schärfstein für Diamantwerkzeuge (Art. 395-2U) Montolit Stone Supercut, Doppelkorn-Schärfstein. |