Diamantbohrkronen SILVER PREMIUM (trocken) für Feinsteinzeug
Die SILVER PREMIUM ist als Problemlöser für Bohrungen in härtestem Feinsteinzeug und Keramik angelegt – also für genau die Fälle, in denen eine Standard-Bohrkrone nach zwei Löchern aufgibt. Die Diamanten sind vakuumgelötet, die Belaghöhe beträgt 10 mm bei 70 mm Gesamtlänge, und die Baureihe deckt 19 Durchmesser von 20 bis 120 mm ab.
10 mm Belaghöhe | Ø 20–120 mm 19 Größen | M14 Aufnahme | vakuumgelötet Diamanten |
Warum 10 mm Belaghöhe zählen
Die Belaghöhe ist bei einer Bohrkrone das, was die Segmenthöhe bei einer Trennscheibe ist: der Vorrat, von dem das Werkzeug lebt. 10 mm sind für eine Bohrkrone ein hoher Wert – und der Grund, warum sich der höhere Einkaufspreis über die Anzahl der Bohrungen rechnet.
Vakuumgelötete Diamanten Sehr feste Bindung zwischen Diamant und Kronenrand – die Voraussetzung für präzise Schnitte in dichtem Material. | 10 mm Belaghöhe Deutlich mehr nutzbare Diamantschicht als bei einfachen Bohrkronen. |
19 Durchmesser Von 20 bis 120 mm inklusive der Zwischengrößen 27, 42, 75 und 90 mm. | Trocken und nass Der Hersteller empfiehlt die Serie für Trocken- und Nassanwendung. |
Die verfügbaren Durchmesser
Ø 20, 25, 27, 32, 35, 40, 42, 45, 50, 55, 60, 65, 68, 75, 82, 90, 100, 110 und 120 mm.
Der häufigste Fehler: zu hohe Drehzahl
Bei Diamantbohrkronen ist die Drehzahl kein Komfortthema, sondern der Faktor, der über die Lebensdauer entscheidet – und die meisten Winkelschleifer laufen ungeregelt mit über 11.000 Umdrehungen. Die zulässigen Drehzahlen unterscheiden sich zwischen den Bohrkronen um den Faktor vier:
| Vakuumgelötete Bohrkronen | meist 8.000–14.000 U/min – volle Winkelschleifer-Drehzahl |
|---|---|
| Gesinterte Bohrkronen | teils nur bis 3.000 U/min – Winkelschleifer muss regelbar sein |
| Kleine Durchmesser (6–14 mm) | niedrigere Drehzahl, je nach Fabrikat 6.000–11.000 U/min |
| Große Durchmesser (ab 100 mm) | deutlich niedriger, teils max. 4.000 U/min |
Drehzahlangabe der Bohrkrone ist verbindlich
Bohrtechnik
| 1 | Schräg anbohren, dann aufrichten Die laufende Bohrkrone schräg ansetzen und erst dann langsam aufrichten. So findet der Kronenrand Halt, statt auf der Glasur zu wandern. |
| 2 | Pendeln, nicht drücken Leichte kreisende oder pendelnde Bewegungen ausführen. Das hält den Schnittspalt frei und verteilt den Verschleiß auf den ganzen Kronenrand. |
| 3 | Die Krone arbeiten lassen Druck bringt keine Geschwindigkeit. Er erzeugt Wärme, verglast die Bindung und drückt im Extremfall die Glasur auf der Rückseite heraus. |
| 4 | Kurz vor dem Durchbruch Tempo herausnehmen Die letzten Millimeter sind die kritischen – dort platzt die Rückseite aus, wenn die Krone durchschlägt. |
Kühlen beim Trockenbohren
Auch eine als „trocken“ freigegebene Bohrkrone hält deutlich länger, wenn sie gekühlt wird. Es gibt drei praktikable Wege:
Wasserbad-Pausen Die Krone zwischen den Bohrungen kurz in Wasser tauchen – die einfachste und wirksamste Methode. | Kühlgel Gel in die Bohrung geben: kühlt, bindet Staub und läuft nicht weg – auch an der Wand einsetzbar. |
Innenkühlung Bohrer mit Paraffinfüllung kühlen sich beim Bohren selbst, ohne Zutun. | Freilaufpausen Wie bei Trennscheiben: aus dem Loch nehmen und kurz leerlaufen lassen. |
Vakuumgelötet oder gesintert – das ist der eigentliche Unterschied
Bei Bohrkronen gibt es zwei Bauweisen, und sie verhalten sich völlig unterschiedlich:
Vakuumgelötet Die Diamanten sind unter Vakuum auf den Kronenrand gelötet – eine dünne, sehr fest haftende Schicht. Läuft mit hoher Drehzahl am Winkelschleifer, bohrt schnell. | Gesintert Diamantsegmente werden unter Hitze und Druck gepresst und auf die Krone geschweißt. Die Schicht ist dicker, die Standzeit erheblich höher – die Drehzahl aber deutlich niedriger. |
Für schnelle Einzelbohrungen Vakuumgelötet: sofort einsatzbereit am Winkelschleifer, günstiger im Einkauf. | Für viele Bohrungen Gesintert: teurer, hält aber ein Vielfaches – wenn die Drehzahl passt. |
Wenn die Scheibe nicht mehr schneidet, ist sie oft nicht verbraucht
Eine Diamantscheibe, die plötzlich kaum noch vorankommt, ist meistens verglast und nicht verschlissen: Die Bindung ist über den Diamanten zugeschmiert. Das passiert besonders in hartem, dichtem Material.
- Erkennbar an einer spiegelblanken, glatten Schnittkante der Scheibe.
- Die Scheibe raucht und wird heiß, obwohl Sie nicht drücken.
- Sie müssen drücken, statt die Scheibe arbeiten zu lassen.
- Abhilfe: einige Schnitte in ein abrasives Material – Schärfstein, Porenbeton oder Sandstein. Danach schneidet die Scheibe in der Regel wieder wie neu.
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Technische Daten
| Produktart | Diamantbohrkrone |
|---|---|
| Baureihe | SILVER PREMIUM |
| Durchmesser | Ø 20, 25, 27, 32, 35, 40, 42, 45, 50, 55, 60, 65, 68, 75, 82, 90, 100, 110, 120 mm |
| Aufnahme | M14 |
| Belaghöhe | 10 mm |
| Gesamtlänge | 70 mm |
| Diamantbindung | vakuumgelötet |
| Anwendung | Trocken- und Nassanwendung |
| Geeignet für | härtestes Feinsteinzeug und Keramik |
| Verpackungs-Einheit | 1 Stück |
| Hersteller-Referenz | FA10514 |
| Hersteller | Fliesen Alfers |
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