DiSTAR Bohrkrone DDR-V Keramik PRO – 6-Kant-Aufnahme S10
Der vakuumgelötete Diamantbohrer DDR-V Keramik PRO ist ein Hochleistungswerkzeug für alle Arten von Keramik und Feinsteinzeug. Bemerkenswert an diesem Artikel sind die ungewöhnlich ehrlichen Leistungsangaben: rund 7 Sekunden für ein Loch in 10 mm Feinsteinzeug und eine Standzeit von 20 bis 70 Bohrungen – ausdrücklich abhängig von Materialhärte und Arbeitsweise. Mit Sechskant-Aufnahme S10 – also für die Bohrmaschine oder den Akkuschrauber statt für den Winkelschleifer. Das ist der praktische Unterschied: Eine Bohrmaschine läuft langsamer und lässt sich in der Drehzahl regeln, was der Bohrkrone zugutekommt.
ca. 7 s pro Bohrung | 20–70 Bohrungen | 8.000–11.000 U/min | Ø 6–120 mm 16 Größen |
Eine Standzeitangabe, die man ernst nehmen kann
„20 bis 70 Bohrungen“ ist keine schöne Zahl – aber eine brauchbare. Die Spanne sagt mehr aus als jede Höchstangabe, denn sie benennt die beiden Faktoren, die wirklich entscheiden:
Materialhärte Vollgesintertes, hartes Feinsteinzeug verbraucht die Krone um ein Vielfaches schneller als weiche Wandkeramik. | Arbeitsweise Wer drückt und ohne Pendelbewegung bohrt, landet am unteren Ende der Spanne. Wer kühlt und pendelt, am oberen. |
Drehzahl 8.000 bis 11.000 U/min sind angegeben. Ein ungeregelter Winkelschleifer mit 12.000 liegt darüber. | Kühlung Kurze Wasserbad-Pausen zwischen den Bohrungen verschieben die Standzeit deutlich nach oben. |
Die verfügbaren Durchmesser
Ø 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 25, 30, 35, 40, 45, 50, 70 und 120 mm. Die Serie deckt damit sowohl die kleinen Dübelbohrungen als auch große Ausschnitte ab.
Der häufigste Fehler: zu hohe Drehzahl
Bei Diamantbohrkronen ist die Drehzahl kein Komfortthema, sondern der Faktor, der über die Lebensdauer entscheidet – und die meisten Winkelschleifer laufen ungeregelt mit über 11.000 Umdrehungen. Die zulässigen Drehzahlen unterscheiden sich zwischen den Bohrkronen um den Faktor vier:
| Vakuumgelötete Bohrkronen | meist 8.000–14.000 U/min – volle Winkelschleifer-Drehzahl |
|---|---|
| Gesinterte Bohrkronen | teils nur bis 3.000 U/min – Winkelschleifer muss regelbar sein |
| Kleine Durchmesser (6–14 mm) | niedrigere Drehzahl, je nach Fabrikat 6.000–11.000 U/min |
| Große Durchmesser (ab 100 mm) | deutlich niedriger, teils max. 4.000 U/min |
Drehzahlangabe der Bohrkrone ist verbindlich
Bohrtechnik: leichte Pendelbewegungen
DiSTAR nennt es ausdrücklich: Trockenbohren mit leichten Pendelbewegungen, ohne übermäßigen Druck. Das ist die entscheidende Technik – und die, die am häufigsten falsch gemacht wird.
| 1 | Schräg anbohren, dann aufrichten Die laufende Bohrkrone schräg ansetzen und erst dann langsam aufrichten. So findet der Kronenrand Halt, statt auf der Glasur zu wandern. |
| 2 | Pendeln, nicht drücken Leichte kreisende oder pendelnde Bewegungen ausführen. Das hält den Schnittspalt frei und verteilt den Verschleiß auf den ganzen Kronenrand. |
| 3 | Die Krone arbeiten lassen Druck bringt keine Geschwindigkeit. Er erzeugt Wärme, verglast die Bindung und drückt im Extremfall die Glasur auf der Rückseite heraus. |
| 4 | Kurz vor dem Durchbruch Tempo herausnehmen Die letzten Millimeter sind die kritischen – dort platzt die Rückseite aus, wenn die Krone durchschlägt. |
Kühlen beim Trockenbohren
Auch eine als „trocken“ freigegebene Bohrkrone hält deutlich länger, wenn sie gekühlt wird. Es gibt drei praktikable Wege:
Wasserbad-Pausen Die Krone zwischen den Bohrungen kurz in Wasser tauchen – die einfachste und wirksamste Methode. | Kühlgel Gel in die Bohrung geben: kühlt, bindet Staub und läuft nicht weg – auch an der Wand einsetzbar. |
Innenkühlung Bohrer mit Paraffinfüllung kühlen sich beim Bohren selbst, ohne Zutun. | Freilaufpausen Wie bei Trennscheiben: aus dem Loch nehmen und kurz leerlaufen lassen. |
Vakuumgelötet oder gesintert – das ist der eigentliche Unterschied
Bei Bohrkronen gibt es zwei Bauweisen, und sie verhalten sich völlig unterschiedlich:
Vakuumgelötet Die Diamanten sind unter Vakuum auf den Kronenrand gelötet – eine dünne, sehr fest haftende Schicht. Läuft mit hoher Drehzahl am Winkelschleifer, bohrt schnell. | Gesintert Diamantsegmente werden unter Hitze und Druck gepresst und auf die Krone geschweißt. Die Schicht ist dicker, die Standzeit erheblich höher – die Drehzahl aber deutlich niedriger. |
Für schnelle Einzelbohrungen Vakuumgelötet: sofort einsatzbereit am Winkelschleifer, günstiger im Einkauf. | Für viele Bohrungen Gesintert: teurer, hält aber ein Vielfaches – wenn die Drehzahl passt. |
Wenn die Scheibe nicht mehr schneidet, ist sie oft nicht verbraucht
Eine Diamantscheibe, die plötzlich kaum noch vorankommt, ist meistens verglast und nicht verschlissen: Die Bindung ist über den Diamanten zugeschmiert. Das passiert besonders in hartem, dichtem Material.
- Erkennbar an einer spiegelblanken, glatten Schnittkante der Scheibe.
- Die Scheibe raucht und wird heiß, obwohl Sie nicht drücken.
- Sie müssen drücken, statt die Scheibe arbeiten zu lassen.
- Abhilfe: einige Schnitte in ein abrasives Material – Schärfstein, Porenbeton oder Sandstein. Danach schneidet die Scheibe in der Regel wieder wie neu.
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Technische Daten
| Produktart | Diamantbohrkrone, vakuumgelötet |
|---|---|
| Modell | DDR-V Keramik PRO |
| Aufnahme | 6-Kant-Aufnahme S10 |
| Maschine | Bohrmaschine und Akkuschrauber |
| Durchmesser | Ø 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 25, 30, 35, 40, 45, 50, 70, 120 mm |
| Drehzahlempfehlung | 8.000–11.000 U/min |
| Bohrzeit | ca. 7 Sekunden in 10 mm Feinsteinzeug (5–15 s je nach Härte) |
| Standzeit | durchschnittlich 20–70 Bohrungen |
| Bohrverfahren | Trockenbohren mit leichten Pendelbewegungen |
| Geeignet für | alle Arten von Keramik und Feinsteinzeug |
| Verpackungs-Einheit | 1 Stück |
| Hersteller | DiSTAR |
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