FENTO BOARD Kniekissen, 280 × 495 × 45 mm (Art. FA10489)
Das BOARD ist kein Knieschoner, sondern eine Kniematte – und damit die Lösung für alles, was länger an einer Stelle passiert. Es liegt vor Ihnen auf dem Boden, hat einen keilförmigen Aufbau, der Knie und Unterschenkel zugleich trägt, und ist mit Leistungsstufe 1 gegen das Durchdringen scharfkantiger Untergründe ausgewiesen. 1.250 Gramm – schwer genug, dass es nicht vom Wind bewegt wird.
49,5 × 28 cm Fläche | 45 mm Dicke | Stufe 1 durchstichfest | 1.250 g Gewicht |
Warum Knieschutz im Fliesenlegerhandwerk keine Komfortfrage ist
Kniearthrose ist in Deutschland eine anerkannte Berufskrankheit. In der Berufskrankheitenverordnung ist sie unter der Nummer 2112 geführt, und die Definition nennt konkrete Zahlen: „Gonarthrose durch eine Tätigkeit im Knien oder vergleichbarer Kniebelastung mit einer kumulativen Einwirkungsdauer während des Arbeitslebens von mindestens 13.000 Stunden und einer Mindesteinwirkungsdauer von insgesamt einer Stunde pro Schicht“. Als vergleichbare Kniebelastung gelten dabei auch Hocken, Fersensitz und Kriechen.
Was 13.000 Stunden im Berufsleben bedeuten
Die größte Auflagefläche, die Sie bekommen können
Der Druck auf das Knie ist Kraft geteilt durch Fläche – und bei einer Matte ist die Fläche nicht durch das begrenzt, was an Ihr Bein passt. 495 × 280 mm sind rund 1.385 Quadratzentimeter: ein Vielfaches jedes am Bein getragenen Polsters. Dazu kommt der keilförmige Aufbau, der Knie und Unterschenkel gleichzeitig trägt und die Last zwischen beiden verteilt.
Der ganze Trick heißt Fläche
Wenn Sie knien, liegt ein großer Teil Ihres Körpergewichts auf zwei sehr kleinen Flächen. Der Druck auf das Gewebe ist Kraft geteilt durch Fläche – also lässt sich die Belastung auf genau zwei Wegen senken: weniger Gewicht darauf, oder mehr Fläche darunter. Am Gewicht können Sie nichts ändern, an der Fläche schon:
Doppelte Auflagefläche, halber Druck Das ist keine Faustregel, sondern eine Division. Genau deshalb wirkt ein großflächiges Polster spürbar anders als ein dickes, kleines. | Keilform verlagert Last auf den Unterschenkel Ein keilförmiges Kissen nimmt einen Teil der Last von der Kniescheibe und legt ihn auf das Schienbein – also auf eine Fläche, die dafür besser geeignet ist. |
Weich allein hilft nicht Ein zu weiches Polster wird unter dem Knie ganz zusammengedrückt. Dann liegt die Last wieder punktuell an – nur eben ein Stück tiefer. | Harte Schale plus weiche Einlage Die Schale verteilt die Kraft über die ganze Fläche, die Einlage nimmt die Restspitzen. Erst die Kombination funktioniert. |
Was der Druck konkret anrichtet
Was das BOARD konstruktiv löst
Keilform für die Kniepositionierung Der Hersteller nennt sie als Kern des Konzepts: Sie garantiert eine definierte Position des Knies und verteilt die Last auf Knie und Unterschenkel. | Verstellbarer Knieabstand Weil das Board breit ist, wählen Sie selbst, wie weit die Knie auseinanderstehen – anders als bei am Bein getragenen Polstern, wo die Geometrie festliegt. |
Leistungsstufe 1 Auch als Matte ist es gegen das Durchdringen scharfkantiger Untergründe ausgewiesen. Bei einer Fliesenbaustelle mit Scherben ist das keine Nebensache. | Griffmulde oben Ein 1.250-Gramm-Board, das man ständig weiterträgt, braucht einen Griff. Klingt banal, ist im Alltag der Unterschied zwischen mitnehmen und stehenlassen. |
Warum 1.250 Gramm ein Merkmal und kein Nachteil sind
DIN EN 14404: die Norm, an der Sie Knieschutz vergleichen können
Für Knieschutz bei knienden Arbeiten gilt die DIN EN 14404. Sie ordnet jedes Produkt in einen Typ ein – das sagt, wie der Schutz am Körper sitzt – und in eine Leistungsstufe, die sagt, wogegen er schützt. Beide Angaben zusammen machen Knieschutz erst vergleichbar.
Die vier Typen
| Typ 1 | Knieschutz, der unabhängig von der Kleidung am Bein befestigt wird – der klassische Schalenknieschutz mit Riemen. |
|---|---|
| Typ 2 | Kniepolster in Verbindung mit der Kleidung: fest eingenäht oder in Hosentaschen eingeschoben. |
| Typ 3 | Kniematten, die am Arbeitsplatz positioniert und nicht am Körper befestigt werden. Sie gelten deshalb nicht als PSA im Sinne der Verordnung. |
| Typ 4 | Knieschutz am Bein mit zusätzlichen Vorrichtungen – zum Beispiel mit Sitzfläche. |
Die Leistungsstufen
| Stufe 0 | Kein Durchstichschutz. Für saubere, glatte und ebene Flächen ohne herumliegende Gegenstände. |
|---|---|
| Stufe 1 | Durchstichschutz bei einer Kraft von mindestens 100 N auf glatter Fläche – für Arbeiten, bei denen Splitter und Scherben entstehen. |
| Stufe 1U | Mindestens 100 N Durchstichschutz auf unebener Fläche – etwa bei hervorstehenden Teilen wie Bewehrungseisen. |
| Stufe 2 | Mindestens 250 N Durchstichschutz auf unebener Fläche – für grobes, gebrochenes Material. |
Was das für die Fliesenbaustelle heißt
Wann ein Board die richtige Wahl ist
Längere Arbeiten an einer Stelle Verfugen einer Fläche, Silikonarbeiten an einer Wanne, Sockelmontage – überall, wo Sie eine Weile bleiben. | Kein Druck am Bein Keine Riemen, keine Kniekehle, kein Schweiß unter der Schale. Für viele der entscheidende Vorteil. |
Auch für die Werkzeuge Auf einem Board von 49,5 cm Breite ist neben den Knien Platz – Kelle und Fugenbrett liegen nicht im Kleber. | Wo es unpraktisch ist Wenn Sie ständig weiterrutschen. Dann greifen Sie zu Hosenpolster oder Schoner – oder zum Rollsitz. |
Die wirksamste Maßnahme: gar nicht knien
Knieschutz senkt den Druck auf das Knie, aber nicht die Zeit im Knien – und die Berufskrankheit 2112 rechnet in Stunden, nicht in Newton. Deshalb steht in jeder ernsthaften Betrachtung zuerst die Frage, ob sich die kniende Haltung ganz vermeiden lässt:
Rollsitz oder Knieroller Verlagert die Last auf Gesäß oder Schienbein und macht das Weiterrücken zum Rollen. Die Knie sind entlastet und die Zeit im Knien sinkt. | Arbeitshöhe verändern Was auf einem Bock vorbereitet werden kann – Zuschnitt, Anmischen, Sortieren – muss nicht am Boden passieren. |
Haltung wechseln Knien, Hocken und Stehen im Wechsel belastet unterschiedliche Strukturen. Dauerhaft dieselbe Haltung ist das Problem. | Beides zusammen Auch mit Rollsitz bleibt genug übrig, wofür man knien muss. Knieschutz und Rollsitz sind keine Alternativen, sondern Ergänzungen. |
Rutschfestigkeit ist ein Sicherheitsmerkmal, kein Komfortmerkmal
Technische Daten
| Produktart | Kniematte / Knieboard (Typ 3 nach DIN EN 14404) |
|---|---|
| Modell | FENTO BOARD |
| Maße | 280 × 495 × 45 mm |
| Gewicht | 1.250 g |
| Leistungsstufe | Stufe 1 – mindestens 100 N Durchstoßkraft (Herstellerangabe 08/2026) |
| Aufbau | keilförmig, für definierte Kniepositionierung und Druckverteilung auf Knie und Unterschenkel |
| Knieabstand | individuell verstellbar durch die Boardgröße |
| Bodenteil | robust und fest, mit strapazierfähiger Außenschicht |
| Handhabung | Griffmulde an der Oberseite, leicht zu reinigen |
| Besonderheit | ausreichend schwer, um nicht vom Wind bewegt zu werden |
| Artikelnummer | FA10489 |
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