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Alpro Nierhaus Knieprotektor Wohlpro *Empfohlen von der BG*
ALPRO / Nierhaus Knieprotektor Wohlpro – empfohlen von der BG (Art. 90074)Der Wohlpro hat den besten Druckverteilungswert aller Modelle, die wir führen: der Hersteller gibt unter 7 N an. Erreicht wird das über eine große Auflagefläche mit Entlastung über das Schienbein und einen trichterförmigen Aufbau, der die Kniescheibe zusätzlich freistellt. Die Berufsgenossenschaft empfiehlt ihn – und er ist auch für den medizinischen Einsatz geeignet.< 7 NDruckverteilungTrichterformPatella freiBGEmpfehlungstufenlosKlettbänderWarum Knieschutz im Fliesenlegerhandwerk keine Komfortfrage istKniearthrose ist in Deutschland eine anerkannte Berufskrankheit. In der Berufskrankheitenverordnung ist sie unter der Nummer 2112 geführt, und die Definition nennt konkrete Zahlen: „Gonarthrose durch eine Tätigkeit im Knien oder vergleichbarer Kniebelastung mit einer kumulativen Einwirkungsdauer während des Arbeitslebens von mindestens 13.000 Stunden und einer Mindesteinwirkungsdauer von insgesamt einer Stunde pro Schicht“. Als vergleichbare Kniebelastung gelten dabei auch Hocken, Fersensitz und Kriechen.Was 13.000 Stunden im Berufsleben bedeutenRechnen Sie mit 220 Arbeitstagen im Jahr, dann ist die Schwelle schneller erreicht, als die große Zahl vermuten lässt: Bei vier Stunden Knien pro Tag sind es rund 15 Berufsjahre. Bei fünf Stunden etwa zwölf, bei sechs Stunden knapp zehn. Für einen Fliesenleger ist das keine theoretische Grenze, sondern eine realistische Zwischenbilanz.Diese Zahlen sind der Grund, warum Knieschutz im Handwerk anders bewertet wird als anderes Zubehör: Es geht nicht um bequemeres Arbeiten heute, sondern darum, ob Sie in zwanzig Jahren noch knien können. Bei konkreten Beschwerden ist der Betriebsarzt oder Ihre Berufsgenossenschaft der richtige Ansprechpartner – auch weil dort die Belastungsdokumentation geführt wird.Trichterform: die Kniescheibe wird ausgespart, nicht gepolstertDie meisten Knieschoner polstern die Kniescheibe. Der Wohlpro geht einen Schritt weiter: Der trichterförmige Aufbau nimmt die Last von der Patella weg und legt sie auf den Rand der Auflagefläche und auf das Schienbein. Damit trägt genau die Struktur nicht, die am empfindlichsten ist – und über der der Schleimbeutel sitzt.Was der Druck konkret anrichtetVor der Kniescheibe sitzt ein Schleimbeutel. Dauernder Druck auf diese Stelle kann ihn entzünden – die Bursitis praepatellaris, im Handwerk seit Generationen als „Fliesenlegerknie“ bekannt. Sie entsteht nicht durch einen einzelnen Tag, sondern durch die Summe. Und sie ist der Grund, warum Polster die Last vom Punkt der Kniescheibe wegnehmen sollen, statt sie nur zu dämpfen.Zusätzliche Patella-EntlastungDer Trichter stellt die Kniescheibe frei. Das ist ein anderer Ansatz als weiches Polstern, und er ist wirksamer.Entlastung über das SchienbeinEin Teil der Last wandert auf das Schienbein – eine Fläche, die dafür besser geeignet ist als die Kniescheibe.Große AuflageflächeDer Grund für den niedrigen Druckwert. Druck ist Kraft geteilt durch Fläche.Weiche, ergonomische PolsterungDie Restspitzen nimmt das Polster – erst die Kombination aus Geometrie und Polsterung ergibt den Wert unter 7 N.Der ganze Trick heißt FlächeWenn Sie knien, liegt ein großer Teil Ihres Körpergewichts auf zwei sehr kleinen Flächen. Der Druck auf das Gewebe ist Kraft geteilt durch Fläche – also lässt sich die Belastung auf genau zwei Wegen senken: weniger Gewicht darauf, oder mehr Fläche darunter. Am Gewicht können Sie nichts ändern, an der Fläche schon:Doppelte Auflagefläche, halber DruckDas ist keine Faustregel, sondern eine Division. Genau deshalb wirkt ein großflächiges Polster spürbar anders als ein dickes, kleines.Keilform verlagert Last auf den UnterschenkelEin keilförmiges Kissen nimmt einen Teil der Last von der Kniescheibe und legt ihn auf das Schienbein – also auf eine Fläche, die dafür besser geeignet ist.Weich allein hilft nichtEin zu weiches Polster wird unter dem Knie ganz zusammengedrückt. Dann liegt die Last wieder punktuell an – nur eben ein Stück tiefer.Harte Schale plus weiche EinlageDie Schale verteilt die Kraft über die ganze Fläche, die Einlage nimmt die Restspitzen. Erst die Kombination funktioniert.Die Druckverteilungswerte der Hersteller im VergleichMehrere Modelle werden mit einer gemessenen Druckverteilung in Newton angegeben. Kleiner ist besser: Der Wert steht für die Belastungsspitze, die am Knie ankommt. So lassen sich die Modelle erstmals direkt vergleichen:ALPRO Wohlpro< 7 N – großflächige Auflage mit Entlastung über das SchienbeinGelmaster Nr. 687,0–13,0 N – sehr große, weiche GelauflageWohltat ERGO PRO10 N – geprüft nach DIN EN 14404FENTO 400 PRO10,1–12,1 N – extralang, mit SchienbeinschutzUltra Nr. 297,8–27,3 N – Leichtbau, große SpannweiteKastenform Nr. 413,8–23,8 N – robuste KastenformZwei Einschränkungen, die dazugehören: Es sind Herstellerangaben, und die Hersteller geben sie in Newton an, obwohl ein Druck streng genommen eine Kraft pro Fläche ist. Die Werte sind deshalb untereinander vergleichbar, aber nicht als absoluter Druck zu lesen. Für die Kaufentscheidung reicht das: Wer den niedrigsten Spitzenwert will, landet bei den großflächigen Modellen mit Schienbeinentlastung.Was die BG-Empfehlung bedeutet – und was nichtDie Berufsgenossenschaft empfiehlt diesen Knieprotektor; er gilt als etablierter Klassiker im Profi-Einsatz. Das ist ein starkes Signal, weil die BG genau die Stelle ist, bei der auch die Anerkennung der Berufskrankheit 2112 läuft – sie hat also ein sachliches Interesse an wirksamer Prävention, nicht an Verkaufszahlen.Eine Empfehlung ist allerdings keine Zulassung und keine Leistungsstufe. Wenn Sie für eine Gefährdungsbeurteilung eine Einstufung nach DIN EN 14404 brauchen, fragen Sie uns – wir holen die Angabe beim Lieferanten ein.DIN EN 14404: die Norm, an der Sie Knieschutz vergleichen könnenFür Knieschutz bei knienden Arbeiten gilt die DIN EN 14404. Sie ordnet jedes Produkt in einen Typ ein – das sagt, wie der Schutz am Körper sitzt – und in eine Leistungsstufe, die sagt, wogegen er schützt. Beide Angaben zusammen machen Knieschutz erst vergleichbar.Die vier TypenTyp 1Knieschutz, der unabhängig von der Kleidung am Bein befestigt wird – der klassische Schalenknieschutz mit Riemen.Typ 2Kniepolster in Verbindung mit der Kleidung: fest eingenäht oder in Hosentaschen eingeschoben.Typ 3Kniematten, die am Arbeitsplatz positioniert und nicht am Körper befestigt werden. Sie gelten deshalb nicht als PSA im Sinne der Verordnung.Typ 4Knieschutz am Bein mit zusätzlichen Vorrichtungen – zum Beispiel mit Sitzfläche.Die LeistungsstufenStufe 0Kein Durchstichschutz. Für saubere, glatte und ebene Flächen ohne herumliegende Gegenstände.Stufe 1Durchstichschutz bei einer Kraft von mindestens 100 N auf glatter Fläche – für Arbeiten, bei denen Splitter und Scherben entstehen.Stufe 1UMindestens 100 N Durchstichschutz auf unebener Fläche – etwa bei hervorstehenden Teilen wie Bewehrungseisen.Stufe 2Mindestens 250 N Durchstichschutz auf unebener Fläche – für grobes, gebrochenes Material.Was das für die Fliesenbaustelle heißtAuf einer Fliesenbaustelle liegen Scherben, Bruchstücke und Fliesensplitter – genau der Fall, für den Stufe 1 definiert ist. Stufe 0 ist für den Rohbau und für Estrich mit Splitt zu wenig. Achten Sie deshalb auf die Stufe, nicht nur auf die Polsterdicke: Ein dickes, weiches Polster ohne Durchstichschutz lässt eine Scherbe durch.Das RiemensystemDie Befestigung erfolgt über extrabreite Klettbänder, die stufenlos einstellbar sind und unterhalb der Kniekehle befestigt werden. Genau das ist der entscheidende Punkt: Die Kniekehle bleibt frei.Worauf es bei den Riemen ankommt – und was in der Kniekehle passiertDer häufigste Grund, warum guter Knieschutz nach zwei Tagen im Auto liegen bleibt, ist nicht das Polster, sondern die Befestigung. In der Kniekehle laufen Nerven und Gefäße dicht unter der Haut. Ein schmaler Riemen, der dort einschneidet, führt zu Druckstellen, Kribbeln und tauben Stellen im Unterschenkel – und dann trägt man den Schoner nicht mehr.Breit statt schmalEin breites Gummiband verteilt die Haltekraft. Schmale Gurte schneiden ein, sobald Sie das Knie beugen – also die ganze Zeit.Elastisch statt starrBeim Knien ändert sich der Umfang des Beins. Ein elastisches Band folgt, ein starrer Gurt wird beim Beugen zur Fessel.Nicht in die Kniekehle legenDie Riemen gehören ober- und unterhalb der Kniekehle, nicht mitten hinein.AustauschbarRiemen sind das erste Teil, das verschleißt. Wenn sie ersetzbar sind, ist nach zwei Jahren nicht der ganze Schoner hinüber.Ein Knieschoner, der drückt, wird nicht getragen – und ein nicht getragener Knieschoner schützt nichts. Nehmen Sie deshalb Passform und Riemenkomfort genauso ernst wie die Leistungsstufe.Auch für den medizinischen EinsatzDer Hersteller weist den Wohlpro nicht nur für den täglichen Baustellen-Dauereinsatz aus, sondern auch für den medizinischen Einsatz. Das ist plausibel, weil ein Protektor, der die Kniescheibe konstruktiv freistellt, auch dann noch tragbar ist, wenn dort bereits eine Reizung besteht.Bei bestehenden Beschwerden ist das kein Ersatz für die Abklärung: Sprechen Sie mit Ihrem Betriebsarzt oder Ihrer Ärztin. Ein gut verteilender Protektor kann die Belastung senken, aber keine Entzündung behandeln.Schweiß, Hygiene und StandzeitEin Knieschoner sitzt acht Stunden an einer warmen, feuchten Stelle. Was daraus folgt, entscheidet über die tatsächliche Lebensdauer:Atmungsaktive Einlage – sonst arbeiten Sie in einem nassen Polster, und Feuchtigkeit weicht die Haut auf.Austauschbare Einlage – die Einlage ist das Teil, das zuerst durchgesessen und unhygienisch wird, nicht die Schale.Abwaschbare Außenschale – angetrockneter Fliesenkleber und Fugenmörtel machen jede Schale hart und rau.Riemen mitwaschen – Klett setzt sich mit Staub zu und hält dann nicht mehr. Klettflächen regelmäßig ausbürsten.Für dieses Modell führen wir Ersatzriemen separat (2 Stück im Set). Riemen sind das Teil, das zuerst verschleißt – damit bleibt der Protektor länger im Einsatz.Rutschfestigkeit ist ein Sicherheitsmerkmal, kein KomfortmerkmalFrisch verlegte Fliesen, Kleberreste und feuchter Estrich sind glatt. Ein Knieschoner mit harter, glatter Schale rutscht darauf weg – und weil Sie im Knien kaum abfangen können, endet das oft mit dem Sturz auf die Seite oder mit der Hand in den Scherben. Achten Sie auf eine griffige Auflagefläche, und halten Sie sie frei von angetrocknetem Kleber.Richtig anpassen1Im Knien anpassen, nicht im StehenDer Beinumfang ändert sich beim Beugen deutlich. Was im Stehen gut sitzt, schneidet im Knien ein.2Polstermitte auf die KniescheibeDie dickste Stelle des Polsters gehört unter die Kniescheibe, nicht darunter oder darüber.3Riemen ober- und unterhalb der KniekehleNicht mitten in die Kniekehle. Dort liegen Nerven und Gefäße dicht unter der Haut.4So fest wie nötig, so lose wie möglichDer Schoner darf nicht wandern, aber auch nicht abschnüren. Nach einer Stunde nachkontrollieren.5Auf taube Stellen achtenKribbeln oder Taubheit im Unterschenkel heißt: zu fest oder falsch positioniert. Sofort korrigieren.Die wirksamste Maßnahme: gar nicht knienKnieschutz senkt den Druck auf das Knie, aber nicht die Zeit im Knien – und die Berufskrankheit 2112 rechnet in Stunden, nicht in Newton. Deshalb steht in jeder ernsthaften Betrachtung zuerst die Frage, ob sich die kniende Haltung ganz vermeiden lässt:Rollsitz oder KnierollerVerlagert die Last auf Gesäß oder Schienbein und macht das Weiterrücken zum Rollen. Die Knie sind entlastet und die Zeit im Knien sinkt.Arbeitshöhe verändernWas auf einem Bock vorbereitet werden kann – Zuschnitt, Anmischen, Sortieren – muss nicht am Boden passieren.Haltung wechselnKnien, Hocken und Stehen im Wechsel belastet unterschiedliche Strukturen. Dauerhaft dieselbe Haltung ist das Problem.Beides zusammenAuch mit Rollsitz bleibt genug übrig, wofür man knien muss. Knieschutz und Rollsitz sind keine Alternativen, sondern Ergänzungen.Technische DatenProduktartKnieprotektor mit RiemenbefestigungModellALPRO / Nierhaus Wohlpro (Original Wohltat)Druckverteilungsehr gut, < 7 N (Herstellerangabe)Aufbautrichterförmig, zur zusätzlichen Patella-EntlastungEntlastungüber das Schienbein, große AuflageflächePolsterungweich, ergonomischRiemensystemextrabreite Klettbänder, stufenlos einstellbar, Befestigung unterhalb der KniekehleEinsatztäglicher Dauereinsatz auf der Baustelle; auch für medizinischen Einsatz geeignetEmpfehlungvon der Berufsgenossenschaft empfohlenLieferumfang1 PaarErsatzteileErsatzriemen separat bestellbarArtikelnummer90074HerstellerNierhausWas heißt "unter 7 N Druckverteilung"?Es ist der vom Hersteller gemessene Spitzenwert der Belastung am Knie – und je kleiner, desto besser. Unter 7 N ist der niedrigste Wert der Modelle, die wir führen. Die Werte sind untereinander vergleichbar, aber nicht als absoluter Druck zu lesen.Warum ist der Aufbau trichterförmig?Um die Kniescheibe freizustellen. Statt sie zu polstern, wird die Last auf den Rand der Auflagefläche und auf das Schienbein verlagert – also weg von der Stelle, an der der Schleimbeutel sitzt.Was bringt mir die BG-Empfehlung?Sie ist ein sachliches Qualitätssignal von der Stelle, die auch für die Anerkennung der Berufskrankheit 2112 zuständig ist. Eine Zulassung oder eine Leistungsstufe nach DIN EN 14404 ist sie aber nicht.Wohlpro oder FENTO 200 PRO?Der Wohlpro hat den besseren Druckwert und die Patella-Entlastung. Der FENTO 200 PRO ist mit Leistungsstufe 1 ausgewiesen, also mit geprüftem Durchstichschutz. Wenn Sie viel auf Scherben knien, ist die ausgewiesene Stufe das Argument – wenn Ihr Knie schmerzt, der Druckwert.Welcher Knieschutz passt zu Ihrem Arbeitstag?Schale, Hosenpolster, Matte oder Rollsitz – das entscheidet sich daran, wie lange Sie an einer Stelle knien und was Sie anhaben. Beschreiben Sie uns Ihren typischen Tag, wir sagen Ihnen, was sich lohnt.Passendes Zubehör und ErgänzungenKniekissen Fento 100 / Fento POCKETKniekissen Fento 100 / Fento POCKET.Knieschoner Fento 400 PRO / Fento MAXKnieschoner Fento 400 PRO / Fento MAX.Nierhaus Kniekissen Anatomic ErgopadNierhaus Kniekissen Anatomic Ergopad.myRolly - Rollwagen / Knieroller inkl. Anatomic ErgopadmyRolly Rollwagen und Knieroller.Rubi Ergonomischer Sitz SR-1 zum Bodenlegen inkl. Knieschoner (Art. 81999)Rubi ergonomischer Sitz SR-1 zum Bodenlegen.
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56,95 €
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55,95 €
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Artikel-Nr.:
90074
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