Montolit Turbo Bistury Diamantscheibe Ø 125 mm (TCHD125)
Montolit beschreibt die TC-HD-Reihe als turbodünn für hochdichtes Feinsteinzeug – und der Name Bistury (Skalpell) sagt, worum es geht: einen feinen, präzisen Schnitt in genau dem Material, das die meisten Scheiben an ihre Grenze bringt. Dünn und Turbo zugleich ist dabei die eigentliche Kombination: wenig Materialabtrag bei guter Kühlung.
Ø 125 mm Durchmesser | turbodünn Bauart | hochdicht Feinsteinzeug | TCHD125 Montolit-Referenz |
Warum dünn und Turbo zusammen funktionieren
Eine dünne Scheibe verdrängt wenig Material – das schont die Glasurkante und braucht wenig Leistung. Der Nachteil: Wenig Masse heißt wenig Wärmepuffer. Das Turbo-Profil kompensiert genau das, weil es Luft und Abtrag aus der Fuge führt.
Feine Schnittfuge Weniger verdrängtes Material bedeutet weniger Kraft auf die Kante an der Austrittsseite. | Turbo-Kühlung Das profilierte Band hält die Scheibe frei und kühl – die Voraussetzung dafür, dass eine dünne Scheibe in dichtem Material durchhält. |
Für hochdichtes Feinsteinzeug Genau das Material, in dem Standardscheiben verglasen. | Montolit-Fertigung Die Diamantwerkzeuge von Montolit sind auf die eigenen Maschinen und den Fliesenlegereinsatz abgestimmt. |
Die wichtigste Regel: hartes Material braucht eine weiche Bindung
Das ist die Regel, an der die meisten Fehlkäufe hängen – und sie klingt zunächst verkehrt. In einer Diamantscheibe sitzen die Diamanten in einer Metallbindung. Damit die Scheibe schneidet, muss diese Bindung im gleichen Tempo abgetragen werden, in dem die Diamanten stumpf werden – nur so kommen ständig frische Diamantspitzen an die Oberfläche.
Hartes Material → weiche Bindung Feinsteinzeug und Granit nutzen Diamanten schnell ab. Die Bindung muss nachgeben, damit neue Diamanten frei werden. Eine harte Bindung verglast hier und schneidet nicht mehr. | Weiches, abrasives Material → harte Bindung Beton, Estrich und Sandstein schleifen die Bindung von selbst weg. Hier hält nur eine harte Bindung die Diamanten lange genug fest. |
Falsche Kombination, Fall 1 Harte Bindung auf hartem Material: Die Scheibe wird spiegelblank, raucht und schneidet kaum noch – sie ist „verglast“, nicht verbraucht. | Falsche Kombination, Fall 2 Weiche Bindung auf Beton: Die Scheibe schneidet zunächst hervorragend und ist nach wenigen Metern verschlissen. |
Segmentformen im Vergleich
Vollrand (geschlossen) Der sauberste Schnitt und die geringste Kantenausbrüche – aber die schlechteste Kühlung. Braucht Kühlpausen oder Wasser. | Turbo Gewellter oder profilierter Rand. Deutlich schneller und kühler als Vollrand, im Schnittbild etwas rauer. |
Ornamentsegment Geformte Aussparungen im weitgehend geschlossenen Rand: kühlt und entstaubt, ohne die Kantenqualität eines Vollrands aufzugeben. | Segmentiert Offene Segmente mit Kühlschlitzen – das schnellste und kühlste, aber auch gröbste Profil. Für Beton, Estrich und Stein. |
Arbeitstechnik
| 1 | Von der Glasurseite anschneiden Die Glasur bricht an der Austrittsseite aus. Wenn die Sichtseite oben liegt, arbeitet die Scheibe von der Glasur in den Scherben – das gibt die saubere Kante. |
| 2 | Anschnitt flach ansetzen Nicht senkrecht einstechen, sondern die Scheibe flach einlaufen lassen und dann aufrichten. |
| 3 | Gleichmäßig führen, nicht drücken Der Vorschub macht den Schnitt, nicht der Druck. Wer drückt, verglast die Scheibe und überhitzt den Kern. |
| 4 | Am Schnittende Tempo herausnehmen Die letzten Zentimeter sind die kritischen: Dort bricht die Kante aus, wenn der Vorschub zu hoch bleibt. |
Trockenschnitt heißt Kühlpausen
Wenn die Scheibe nicht mehr schneidet, ist sie oft nicht verbraucht
Eine Diamantscheibe, die plötzlich kaum noch vorankommt, ist meistens verglast und nicht verschlissen: Die Bindung ist über den Diamanten zugeschmiert. Das passiert besonders in hartem, dichtem Material.
- Erkennbar an einer spiegelblanken, glatten Schnittkante der Scheibe.
- Die Scheibe raucht und wird heiß, obwohl Sie nicht drücken.
- Sie müssen drücken, statt die Scheibe arbeiten zu lassen.
- Abhilfe: einige Schnitte in ein abrasives Material – Schärfstein, Porenbeton oder Sandstein. Danach schneidet die Scheibe in der Regel wieder wie neu.
115 oder 125 mm?
Beide Größen passen auf die üblichen Winkelschleifer. Der Unterschied ist die Schnitttiefe und das Handling:
Ø 115 mm Leichter und handlicher, etwas weniger Schnitttiefe. Gut auf kleinen Maschinen und bei Überkopfarbeit. | Ø 125 mm Rund 5 mm mehr Schnitttiefe – das entscheidet bei dicken Bodenplatten und Terrassenplatten. |
Diese Ausführung Ø 125 mm | Wichtig Die Maschine muss für den Scheibendurchmesser zugelassen sein – Schutzhaube und Drehzahl beachten. |
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Technische Daten
| Produktart | Diamanttrennscheibe Turbo, dünn |
|---|---|
| Baureihe | TC-HD (Turbo Bistury) |
| Durchmesser | Ø 125 mm |
| Bauart | turbodünn |
| Einsatzbereich | hochdichtes Feinsteinzeug |
| Verpackungs-Einheit | 1 Stück |
| Hersteller-Referenz | TCHD125 |
| Hersteller | Montolit (Brevetti Montolit S.p.A., Italien) |
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