DiSTAR Schleiftopf DGS-W RAPTOR Ø 125 mm und Ø 180 mm (Art. FA11140)
Der RAPTOR ist der Hochleistungstopf für schnellen Abtrag in Beton, Estrich, Kunststein und Naturstein. Er ist doppelt segmentiert und hat gezahnte Turbo-Segmente – die Kombination aus viel Diamant im Eingriff und guter Wärmeabfuhr. Zwei Größen, und DiSTAR nennt für beide die zulässige Drehzahl: 12.200 U/min bei Ø 125 mm, 8.500 U/min bei Ø 180 mm.
125 / 180 Ø mm | 18 / 24 Segmente | 7 mm Segment-Höhe | 22,23 mm Bohrung |
Für welches Material dieser Topf gemacht ist
Die beiden Größen im Vergleich
| Durchmesser | Ø 125 mm / Ø 180 mm |
|---|---|
| Bohrung | 22,23 mm / 22,23 mm |
| Segmentanzahl | 18 / 24 |
| Segmenthöhe | 7 mm / 7 mm |
| Maximale Drehzahl | 12.200 U/min / 8.500 U/min |
| Passende Maschine | 125er Winkelschleifer / 180er Winkelschleifer oder Betonschleifer |
Der Ø-180-mm-Topf darf nicht auf einen 125er
Die Drehzahlgrenze hängt am Durchmesser – und wird oft übersehen
Bei Schleiftöpfen ist die zulässige Drehzahl keine Empfehlung, sondern eine Festigkeitsgrenze. Sie ergibt sich aus der Umfangsgeschwindigkeit: DiSTAR gibt für den RAPTOR Ø 125 mm max. 12.200 U/min und für Ø 180 mm max. 8.500 U/min an – beides entspricht rund 80 m/s. Das ist die übliche Grenze für segmentierte Diamantwerkzeuge dieser Bauart. Daraus lässt sich für jeden Durchmesser ableiten, was er verträgt:
| Ø 100 mm | rund 15.300 U/min |
|---|---|
| Ø 125 mm | rund 12.200 U/min – von DiSTAR so angegeben |
| Ø 130 mm | rund 11.800 U/min |
| Ø 175 mm | rund 8.700 U/min |
| Ø 180 mm | rund 8.500 U/min – von DiSTAR so angegeben |
Große Töpfe gehören nicht auf einen 125er Winkelschleifer
Was doppelt segmentiert und gezahnt bedeutet
Doppelt segmentiert Zwei Segmentreihen statt einer. Mehr Diamantfläche greift pro Umdrehung – das ergibt mehr Abtrag und einen ruhigeren Lauf. | Gezahnte Turbo-Segmente Die Zahnung führt Abtrag und Wärme aus der Schleifzone. Genau das ist bei hohem Materialdurchsatz der Engpass. |
7 mm Segmenthöhe Eine großzügige Verschleißreserve – das ist die Zahl, in der die Standzeit steckt. | 18 bzw. 24 Segmente Der große Topf hat nicht nur mehr Fläche, sondern auch mehr Segmente: mehr Eingriffe pro Umdrehung und damit ein gleichmäßigeres Schliffbild. |
Segmenthöhe ist die Verschleißreserve – und der eigentliche Preisvergleich
Ein Schleiftopf ist verbraucht, wenn die Diamantsegmente abgetragen sind. Die Segmenthöhe sagt Ihnen also, wie viel Werkzeug Sie tatsächlich kaufen. Zwei Töpfe mit gleichem Durchmesser und gleichem Preis können sich in der nutzbaren Standzeit deutlich unterscheiden:
- Segmenthöhe – wie tief der Verschleiß gehen kann, bis der Stahlkern erreicht ist.
- Segmentanzahl – wie viel Diamantfläche gleichzeitig im Eingriff ist. Mehr Segmente heißt ruhigerer Lauf und mehr Abtrag pro Umdrehung.
- Bindungshärte – ob die Höhe im richtigen Material auch genutzt wird. Der falsche Topf verglast, bevor die Segmente abgetragen sind.
Wofür man ihn braucht
Beton und Sichtbeton Abtragen, glätten, Schalungsgrate und Versätze wegnehmen. | Estrich Höhenkorrekturen und Unebenheiten vor dem Verlegen. |
Kunststein und Naturstein Flächen und Kanten bearbeiten – DiSTAR weist beide ausdrücklich aus. | Große Flächen Die Ø-180-mm-Ausführung mit 24 Segmenten ist für Flächenleistung gemacht, nicht für Detailarbeit. |
Arbeitstechnik
| 1 | Absaugung anschließen und prüfen Vor allem anderen. Ein Sauger der Staubklasse M, Beutel und Filter frei. |
| 2 | Maschine anlaufen lassen, dann aufsetzen Nie mit aufgesetztem Topf starten – das ruckt und schlägt Segmente aus. |
| 3 | Flach aufsetzen, nur der Segmentring trägt Aufgekantet arbeiten Sie Rillen ein, die Sie danach nicht mehr herausbekommen. |
| 4 | In überlappenden Bahnen führen Jede Bahn etwa zur Hälfte überdecken, kreisend oder in Achterbewegung – nicht an einer Stelle stehen. |
| 5 | Eigengewicht arbeiten lassen Druck bringt keinen Mehrabtrag, sondern Wärme und Verschleiß. Bei Betonschleifern reicht das Maschinengewicht. |
| 6 | Randstreifen zuletzt Mit dem kleinen Topf oder der Schleifmutter nacharbeiten. |
Warum ein großer Topf nicht in die Ecke kommt
Ein Schleiftopf trägt mit seinem Ring ab. Damit bleibt sein Mittelpunkt immer mindestens einen halben Durchmesser von der Wand entfernt – bei einem Ø-125-mm-Topf sind das über 60 mm. Ein Randstreifen bleibt also stehen, und zwar genau dort, wo später der Sockel oder die Anschlussfuge sitzt. Deshalb gibt es kleine Töpfe:
Ø 55 mm Kommt bis etwa 27 mm an die Wand – für Randstreifen und normale Ecken. | Ø 30 mm Für die letzte Ecke, für Rohrumfelder und für Stellen, an die auch der 55er nicht kommt. |
Reihenfolge in der Praxis Erst die Fläche mit dem großen Topf, dann den Randstreifen – nicht umgekehrt. | Absauggehäuse mit Randfunktion Manche Absaughauben haben eine öffnende Seite, damit der große Topf näher an die Wand kommt. |
Betonschleifen ohne Absaugung ist keine Option
Wenn der Topf nicht mehr abträgt, ist er oft nicht verbraucht
Ein Schleiftopf, der plötzlich kaum noch vorankommt, ist meistens verglast oder zugesetzt und nicht verschlissen:
- Verglast: Die Bindung ist über die Diamanten zugeschmiert. Erkennbar an spiegelblanken Segmenten. Abhilfe: ein paar Züge in abrasivem Material – alter Estrich, Gasbeton, Schärfstein oder eine grobe Betonplatte.
- Zugesetzt: Weiches Material klebt zwischen den Diamanten – typisch bei nicht ausgehärtetem Kleber. Abhilfe: erst abrasives Material, dann weiterarbeiten.
- Wirklich verbraucht ist er erst, wenn die Segmenthöhe abgetragen und der Stahlkern erreicht ist. Dann sofort wechseln – ein Topf, der auf dem Kern läuft, zerstört die Fläche.
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Technische Daten
| Produktart | Hochleistungs-Diamantschleiftopf |
|---|---|
| Modell | DGS-W RAPTOR |
| Durchmesser | Ø 125 mm oder Ø 180 mm |
| Bohrung | 22,23 mm |
| Segmentanzahl | 18 (Ø 125 mm) / 24 (Ø 180 mm) |
| Segmenthöhe | 7 mm |
| Maximale Drehzahl | 12.200 U/min (Ø 125 mm) / 8.500 U/min (Ø 180 mm) |
| Bauweise | doppelt segmentiert, gezahnte Turbo-Segmente |
| Anwendung | Trockenschliff |
| Geeignet für | Beton, Estrich, Kunststein, Naturstein |
| Artikelnummer | FA11140 |
| Hersteller | DiSTAR |
Welche Größe soll ich nehmen?
Kann ich den 180er mit einem Adapter auf dem 125er fahren?
Geht der RAPTOR auch auf Feinsteinzeug?
Nass oder trocken?
Passt der Topf zu Ihrer Maschine?