DiSTAR Diamantscheibe „PERFECT“ Ø 125 mm
Die PERFECT ist DiSTARs Standardscheibe für den 90-Grad-Trockenschnitt am Winkelschleifer – und ihr eigentliches Argument steckt im Aufbau: Sandwich-Bauweise mit verstärktem Flanschgehäuse. Ein steiferer Kern läuft ruhiger, und ein ruhig laufendes Blatt ist die Voraussetzung für eine gerade Schnittlinie und eine Kante, die nicht ausbricht.
Ø 125 mm Durchmesser | 1,5 mm Belagstärke | 1A1R Bauform | trocken Einsatz |
Was Sandwich-Bauweise bedeutet
Der Stahlkern ist nicht einteilig, sondern mehrlagig aufgebaut. Das erhöht die Steifigkeit quer zur Scheibenebene, ohne die Scheibe dicker zu machen – und es dämpft Schwingungen. Zusammen mit dem verstärkten Flanschgehäuse ergibt das einen Lauf, den man beim Arbeiten unmittelbar merkt.
Steifer Kern Weniger Auslenkung im Schnitt bedeutet eine geradere Schnittlinie – besonders auf langen Bahnen. | Verstärktes Flanschgehäuse Der Bereich um die Aufnahme ist die höchstbelastete Stelle. Eine Verstärkung dort hält die Scheibe plan. |
Bauform 1A1R Die Normbezeichnung für eine gerade Trennscheibe mit durchgehendem Rand – die Bauform für saubere Schnitte. | Vibrationsarm Weniger Schwingung heißt weniger Kantenausbruch und ein ruhigeres Werkzeug in der Hand. |
Die wichtigste Regel: hartes Material braucht eine weiche Bindung
Das ist die Regel, an der die meisten Fehlkäufe hängen – und sie klingt zunächst verkehrt. In einer Diamantscheibe sitzen die Diamanten in einer Metallbindung. Damit die Scheibe schneidet, muss diese Bindung im gleichen Tempo abgetragen werden, in dem die Diamanten stumpf werden – nur so kommen ständig frische Diamantspitzen an die Oberfläche.
Hartes Material → weiche Bindung Feinsteinzeug und Granit nutzen Diamanten schnell ab. Die Bindung muss nachgeben, damit neue Diamanten frei werden. Eine harte Bindung verglast hier und schneidet nicht mehr. | Weiches, abrasives Material → harte Bindung Beton, Estrich und Sandstein schleifen die Bindung von selbst weg. Hier hält nur eine harte Bindung die Diamanten lange genug fest. |
Falsche Kombination, Fall 1 Harte Bindung auf hartem Material: Die Scheibe wird spiegelblank, raucht und schneidet kaum noch – sie ist „verglast“, nicht verbraucht. | Falsche Kombination, Fall 2 Weiche Bindung auf Beton: Die Scheibe schneidet zunächst hervorragend und ist nach wenigen Metern verschlissen. |
Segmentformen im Vergleich
Vollrand (geschlossen) Der sauberste Schnitt und die geringste Kantenausbrüche – aber die schlechteste Kühlung. Braucht Kühlpausen oder Wasser. | Turbo Gewellter oder profilierter Rand. Deutlich schneller und kühler als Vollrand, im Schnittbild etwas rauer. |
Ornamentsegment Geformte Aussparungen im weitgehend geschlossenen Rand: kühlt und entstaubt, ohne die Kantenqualität eines Vollrands aufzugeben. | Segmentiert Offene Segmente mit Kühlschlitzen – das schnellste und kühlste, aber auch gröbste Profil. Für Beton, Estrich und Stein. |
Arbeitstechnik
| 1 | Von der Glasurseite anschneiden Die Glasur bricht an der Austrittsseite aus. Wenn die Sichtseite oben liegt, arbeitet die Scheibe von der Glasur in den Scherben – das gibt die saubere Kante. |
| 2 | Anschnitt flach ansetzen Nicht senkrecht einstechen, sondern die Scheibe flach einlaufen lassen und dann aufrichten. |
| 3 | Gleichmäßig führen, nicht drücken Der Vorschub macht den Schnitt, nicht der Druck. Wer drückt, verglast die Scheibe und überhitzt den Kern. |
| 4 | Am Schnittende Tempo herausnehmen Die letzten Zentimeter sind die kritischen: Dort bricht die Kante aus, wenn der Vorschub zu hoch bleibt. |
Trockenschnitt heißt Kühlpausen
Wenn die Scheibe nicht mehr schneidet, ist sie oft nicht verbraucht
Eine Diamantscheibe, die plötzlich kaum noch vorankommt, ist meistens verglast und nicht verschlissen: Die Bindung ist über den Diamanten zugeschmiert. Das passiert besonders in hartem, dichtem Material.
- Erkennbar an einer spiegelblanken, glatten Schnittkante der Scheibe.
- Die Scheibe raucht und wird heiß, obwohl Sie nicht drücken.
- Sie müssen drücken, statt die Scheibe arbeiten zu lassen.
- Abhilfe: einige Schnitte in ein abrasives Material – Schärfstein, Porenbeton oder Sandstein. Danach schneidet die Scheibe in der Regel wieder wie neu.
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Technische Daten
| Produktart | Diamanttrennscheibe |
|---|---|
| Durchmesser | Ø 125 mm |
| Bohrung | Ø 22,2 mm |
| Belagstärke | 1,5 mm |
| Bauform | 1A1R (gerade Trennscheibe) |
| Aufbau | Sandwich-Bauweise mit verstärktem Flanschgehäuse |
| Einsatzbereich | 90°-Trockenschnitt am Winkelschleifer |
| Verpackungs-Einheit | 1 Stück |
| Hersteller-Referenz | FA10848 |
| Hersteller | DiSTAR |
Was heißt 1A1R?
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