Diamant-Schleifklotz Körnung 50 bis 800 (Art. 311003249.1)
Der Schleifklotz ist das Werkzeug, mit dem eine geschnittene Fliesenkante erst fertig wird. Er bricht scharfe Kanten, nimmt kleine Ausbrüche weg und legt bei Bedarf eine gleichmäßige Fase an – ohne Maschine, ohne Strom, ohne Einrichtzeit. Sechs Körnungen von K 50 bis K 800, einzeln wählbar, für Trocken- und Nassschliff.
K 50–800 Körnungen | Hand Bedienung | nass + trocken Anwendung |
Warum jede geschnittene Fliese eine bearbeitete Kante braucht
Eine frisch geschnittene Feinsteinzeugkante ist messerscharf. Das ist nicht nur eine Frage der Optik: An Außenecken, Sockeln, Treppenkanten und Ausschnitten ist eine ungebrochene Glasurkante eine Verletzungsgefahr, und sie splittert beim ersten Stoß. Ein Zug mit K 50 nimmt der Kante die Schärfe, ohne dass man von der Fase später etwas sieht.
Kanten brechen Der Standardfall: scharfe Schnittkanten entschärfen, damit die Fliese sicher zu handhaben und dauerhaft kantenstabil ist. | Ausbrüche wegnehmen Kleine Abplatzer an der Schnittkante ausschleifen, statt die Fliese zu ersetzen. |
Fase anlegen Eine gleichmäßige Fase an Sichtkanten – die einfache Alternative zur Jolly-Gehrung. | Passgenau nacharbeiten Eine Fliese, die um einen halben Millimeter zu breit ist, auf Maß bringen. Schneller als neu schneiden. |
Die Körnungsfolge ist keine Empfehlung, sondern Pflicht
Jede Körnung hat genau eine Aufgabe: das Kratzmuster der vorherigen Körnung zu beseitigen. Eine K-400-Scheibe kann die Riefen einer K-50-Scheibe nicht entfernen – sie poliert nur den Grund zwischen ihnen glatt. Das Ergebnis sieht auf der Baustelle gut aus und zeigt sich unter Streiflicht als deutliches Riefenmuster.
Die Faustregel
Welche Körnung wofür
| K 50 – K 60 | Grober Abtrag: scharfe Schnittkanten brechen, Ausbrüche wegnehmen, Fase anlegen. Hinterlässt sichtbare Riefen. |
|---|---|
| K 100 – K 120 | Angleichen: die Riefen des Grobschliffs herausnehmen, Kante auf Form bringen. |
| K 200 | Zwischenschliff: gleichmäßige, matte Oberfläche ohne Einzelriefen. |
| K 400 | Feinschliff: seidenmatt. Für viele Baustellenkanten ist hier Schluss. |
| K 600 – K 800 | Beginn der Politur: erster Glanz, die Oberfläche wird geschlossen. |
| K 1500 | Hochglanz-Vorstufe: deutlicher Glanz, noch kein Spiegel. |
| K 3000 | Hochglanz: spiegelnde Oberfläche, wie bei polierten Natursteinplatten. |
| BUFF | Endpolitur ohne Abtrag – nimmt nur noch den letzten Schleier. |
Arbeitstechnik: Kante brechen
| 1 | Kante trocken abwischen Schneidschlamm und Staub weg – sonst sehen Sie nicht, was Sie tun. |
| 2 | Im flachen Winkel ansetzen, etwa 45° Nicht stirnseitig auf die Kante. Das Pad soll die scharfe Glasurkante brechen, nicht die Fliese kürzen. |
| 3 | Immer in eine Richtung ziehen Hin und her ausgeführt wird die Fase wellig. Gleichmäßige Züge über die ganze Länge. |
| 4 | Wenig Druck, dafür mehrere Züge Das Diamantkorn arbeitet von selbst. Druck erzeugt nur Hitze und Ausbrüche an der Glasur. |
| 5 | Körnung erhöhen, Vorgang wiederholen Erst wenn die Fase über die ganze Länge gleichmäßig ist, zur nächsten Körnung wechseln. |
Von der Glasurseite her arbeiten, nicht dagegen
Wenn das Pad nicht mehr greift, ist es oft nicht verbraucht
Auch Diamantpads verglasen: Abtrag und Bindemittel schmieren die Diamantspitzen zu. Das Pad wird spiegelblank, gleitet über die Fläche und trägt nichts mehr ab – obwohl noch Diamant darauf ist.
- Erkennbar an einer glatten, glänzenden Padoberfläche.
- Das Pad rutscht, statt zu greifen.
- Abhilfe: ein paar Züge auf einem abrasiven Material – Schärfstein, Gasbeton, Bimsstein oder eine grobe Betonplatte.
- Bei Nasspads hilft oft schon Ausspülen unter Wasser, um den Schlamm aus der Diamantschicht zu holen.
Handpad oder Maschine?
Beides hat seinen Platz – und die Entscheidung fällt nicht nach Können, sondern nach Menge und Zugänglichkeit:
Handpad Für einzelne Kanten, Ausschnitte, Ecken und alles, wo die Maschine nicht hinkommt. Keine Einrichtzeit, volle Kontrolle, kein Risiko, zu viel wegzunehmen. | Maschine mit Klettpad Ab etwa einem Dutzend Kanten oder bei größeren Flächen. Deutlich schneller, aber nur mit regelbarer Drehzahl sinnvoll. |
Beides zusammen In der Praxis der Normalfall: Fläche und lange Kanten mit der Maschine, Ecken und Ausschnitte mit dem Handpad in gleicher Körnung. |
Trockenschliff erzeugt quarzhaltigen Feinstaub
Technische Daten
| Produktart | Diamant-Handpad / Schleifklotz |
|---|---|
| Körnungen | K 50, K 100, K 200, K 400, K 600, K 800 |
| Anwendung | Trocken- und Nassschliff |
| Geeignet für | Naturstein, Feinsteinzeug, Steingut, Keramik |
| Bauform | ergonomischer Handklotz |
| Einsatz | Kanten brechen, anfasen, Ausbrüche ausschleifen, polieren |
| Artikelnummer | 311003249.1 |
| Hersteller | Fliesen Alfers |
Welche Körnung nehme ich, wenn ich nur eine kaufe?
Nass oder trocken?
Geht das auch bei poliertem Feinsteinzeug?
Hält so ein Klotz lange?
Welche Körnung brauchen Sie wirklich?