DiSTAR XXL-Diamanttrennscheibe für Stahlbeton Ø 230 / 350 mm
Stahlbeton ist der Extremfall: Sie schneiden gleichzeitig durch abrasiven Beton und durch Bewehrungsstahl – zwei Materialien mit völlig gegensätzlichen Anforderungen. Diese XXL-Scheibe ist dafür konstruiert. Ein Kern aus hochfestem Stahl nimmt die hohen Schnittlasten auf, mehrere Kühllochreihen im Gehäuse führen die Wärme ab.
230 / 350 mm zwei Größen | Stahlbeton Einsatzbereich | hochfest Stahlkern | Kühllöcher Wärmeabfuhr |
Die beiden Größen und ihre Bohrungen
Achten Sie auf die Bohrung – sie unterscheidet sich zwischen den Varianten:
| Ø 230 mm | Bohrung Ø 22,23 mm – für große Winkelschleifer |
|---|---|
| Ø 350 mm | Bohrung Ø 25,40 mm – für Trennschleifer und Tischsägen |
| Kern | hochfester Stahl |
| Kühlung | mehrere Lochreihen im Gehäuse |
Bohrung und Maschinenfreigabe prüfen
Warum Stahlbeton eine eigene Scheibe braucht
Die beiden Materialien im Stahlbeton stellen entgegengesetzte Anforderungen:
- Beton ist abrasiv – er schleift die Bindung von selbst weg und verlangt eine harte Bindung.
- Bewehrungsstahl ist zäh – er belastet die Segmente mechanisch und erzeugt viel Wärme.
- Eine reine Betonscheibe verliert an der Bewehrung schnell Segmente.
- Eine Scheibe für Stahlbeton ist auf diesen Mischbetrieb ausgelegt – das ist der Grund für den hochfesten Kern.
Die wichtigste Regel: hartes Material braucht eine weiche Bindung
Das ist die Regel, an der die meisten Fehlkäufe hängen – und sie klingt zunächst verkehrt. In einer Diamantscheibe sitzen die Diamanten in einer Metallbindung. Damit die Scheibe schneidet, muss diese Bindung im gleichen Tempo abgetragen werden, in dem die Diamanten stumpf werden – nur so kommen ständig frische Diamantspitzen an die Oberfläche.
Hartes Material → weiche Bindung Feinsteinzeug und Granit nutzen Diamanten schnell ab. Die Bindung muss nachgeben, damit neue Diamanten frei werden. Eine harte Bindung verglast hier und schneidet nicht mehr. | Weiches, abrasives Material → harte Bindung Beton, Estrich und Sandstein schleifen die Bindung von selbst weg. Hier hält nur eine harte Bindung die Diamanten lange genug fest. |
Falsche Kombination, Fall 1 Harte Bindung auf hartem Material: Die Scheibe wird spiegelblank, raucht und schneidet kaum noch – sie ist „verglast“, nicht verbraucht. | Falsche Kombination, Fall 2 Weiche Bindung auf Beton: Die Scheibe schneidet zunächst hervorragend und ist nach wenigen Metern verschlissen. |
Arbeitstechnik bei großen Scheiben
| 1 | Schnitt in Etappen führen Nicht in einem Zug auf volle Tiefe. Mehrere Durchgänge halten die Scheibe kühl und die Maschine in einem sinnvollen Lastbereich. |
| 2 | Scheibe frei laufen lassen Zwischen den Durchgängen kurz aus dem Schnitt nehmen – die Kühllochreihen arbeiten nur mit Luftstrom. |
| 3 | Auf Verklemmen achten Bei großen Scheiben ist der Rückschlag gefährlich. Werkstück gegen Bewegung sichern und den Schnitt offen halten. |
| 4 | Bewehrung langsam durchtrennen Wenn die Scheibe auf Stahl trifft: Vorschub reduzieren, nicht drücken. |
Drehzahl prüfen, Schutzausrüstung tragen
Bei dieser Scheibengröße besonders wichtig
Technische Daten
| Produktart | XXL-Diamanttrennscheibe für Stahlbeton |
|---|---|
| Durchmesser | Ø 230 mm oder Ø 350 mm |
| Bohrung Ø 230 mm | Ø 22,23 mm |
| Bohrung Ø 350 mm | Ø 25,40 mm |
| Kernmaterial | hochfester Stahl |
| Kühlung | mehrere Lochreihen im Gehäuse |
| Einsatzbereich | Stahlbeton |
| Verpackungs-Einheit | 1 Stück |
| Hersteller-Referenz | FA10979 |
| Hersteller | DiSTAR |
Kann ich mit dieser Scheibe auch Fliesen schneiden?
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Wie erkenne ich, dass die Scheibe am Ende ist?
Beton, Estrich, Stahlbeton